Amsterdam-Marathon 2014

Bernard Kipyego stoppt Siegserie von Wilson Chebet

Mehr als 30.000 Läufer liefen die verschiedenen Distanzen beim Amsterdam-Marathon. Der Kenianer Bernard Kipyego und die Äthiopierin Betelhem Moges gewannen. Mit Video.

Amsterdam-Marathon 2014 - Die Bilder
Amsterdam-Marathon

Mehr als 30.000 Läufer standen im Rahmen des Amsterdam-Marathons am Start.

Bild: Catfun-Foto

Bernard Kipyego hat den Amsterdam-Marathon gewonnen und damit die Siegserie seines kenianischen Landsmannes Wilson Chebet beendet. Der 28-jährige Kipyego lief bei sonnigem Wetter mit teilweise starkem Wind 2:06:22 Stunden und stellte damit eine persönliche Bestzeit auf. Während der dreifache Sieger Chebet sieben Kilometer vor dem Ziel den Kontakt zur Spitzengruppe verlor und das Rennen schließlich vorzeitig beendete, wurde Lucas Rotich in 2:07:18 vor John Mwangangi (beide Kenia/2:07:28) Zweiter. Schnellste Frau war Betelhem Moges (Äthiopien), die nach 2:28:35 Stunden vor Ogla Kimaiyo (Kenia/2:29:15) und Diane Nukuri-Johnson (Burundi/2:29:35) im Ziel war. Allein für die Marathon-Distanz hatten 16.000 Läufer gemeldet.

Für runnersworld.de war Wolgang Steeg von Catfun-Foto beim Amsterdam-Marathon. Seine schönsten Fotos finden Sie in der Galerie oberhalb dieses Artikels.

Dreimal in Folge hatte Wilson Chebet den Amsterdam-Marathon gewonnen und dabei auch zweimal den Streckenrekord verbessert. Die aktuelle Marke von 2:05:36 Stunden hatte er im vergangenen Jahr aufgestellt. Dieses Mal wollte Chebet zeigen, dass in Amsterdam auch Zeiten unter 2:05 Stunden möglich sind. Doch dazu kam es nicht. Bei den phasenweise windigen Bedingungen lag die Spitzengruppe mit einer Halbmarathon-Durchgangszeit von 63:41 frühzeitig deutlich außerhalb des Fahrplans. Rund eine Minute schneller hätten sie sein müssen, um die angestrebte Zielzeit zu erreichen.

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Bernard Kipyego, Lucas Rotich und John Mwangangi belegten die ersten drei Plätze des Amsterdam-Marathons.

Bild: Catfun-Foto

Bernard Kipyego und Betelhem Moges gewannen den Amsterdam-Marathon

Nachdem der letzte verbliebene Tempomacher die Spitzengruppe in 1:29:50 Stunden durch die 30-km-Marke geführt hatte und kurz danach aus dem Rennen ging, lagen noch sechs Läufer an der Spitze. Nicht mehr dabei war der schnellste Mann auf der Startliste: Der Äthiopier Ayele Abshero, dessen Bestzeit bei 2:04:23 Stunden steht, hatte Muskelprobleme und beendete das Rennen vorzeitig. Nicht viel besser erging es Wilson Chebet, der in der Phase zwischen 31 und 34 km entscheidend an Boden verlor. An der 35-km-Marke, die die Spitzengruppe in 1:44:52 erreichte, hatte der Titelverteidiger bereits einen Rückstand von 28 Sekunden. Kurz danach ging auch Chebet aus dem Rennen.

Vorne hatte sich in dieser Phase besonders der zweifache Weltmeister und Olympia-Zweite Abel Kirui um das Tempo bemüht. Doch mit dem Kenianer scheiterte schließlich auch der dritte große Favorit in Amsterdam. Kirui konnte fünf Kilometer vor dem Ziel nicht mehr mithalten, erreichte dieses aber immerhin und lief als Sechster 2:09:45.

Knapp fünf Kilometer vor dem Ziel fiel die Entscheidung an der Spitze, als sich Bernard Kipyego absetzen konnte. Der Kenianer, der mit einer Bestzeit von 2:06:29 ins Rennen gegangen war und im Frühjahr in Rotterdam mit 2:07:58 Rang drei belegt hatte, war der einzige, der das Tempo, das ziemlich genau bei 3:00 Minuten pro Kilometer lag, halten konnte. Um sieben Sekunden steigerte er schließlich im Ziel seine Bestzeit. Den lange spannenden Kampf um Rang zwei entschied Lucas Rotich in 2:07:18 mit zehn Sekunden Vorsprung vor John Mwangangi für sich. Vierter wurde der aus Kenia stammende Essa Rashed (Katar) mit 2:07:54. Die ersten vier Läufer erzielten jeweils persönliche Bestzeiten. Auf Rang fünf folgte Elijah Kemboi mit 2:09:21.

Betelhem Moges gewinnt das Frauen-Rennen des Amsterdam-Marathons

Im Schatten stand einmal mehr das Frauenrennen von Amsterdam, von dem es auch im Fernsehen so gut wie keine Bilder gab. Ebenso wie bei den Männern kam die Favoritin und Streckenrekordlerin Meseret Hailu (Äthiopien/2:21:09) nicht ins Ziel im altehrwürdigen Amsterdamer Olympiastadion. Dafür sprang eine Landsfrau in die Bresche: Betelhem Moges. Nach einer Zwischenzeit von 1:12:40 Stunden an der Halbmarathonmarke setzte sie sich im zweiten Streckenabschnitt aus der Spitzengruppe ab. Am Ende brach Moges, die mit einer Bestzeit von 2:26:42 ins Rennen gegangen war, zwar ein, doch es reichte noch zum Sieg in 2:28:35. Nur Ogla Kimaiyo (2:29:15) und Diane Nukuri-Johnson (2:29:35) blieben ebenfalls unter 2:30 Stunden.