Hauptstadt-Marathon

Berlin-Marathon verspricht eine doppelte Rekordjagd

Ein internationales Spitzenfeld wird beim Berlin-Marathon auf Weltrekord-Jagd gehen. 40.000 Läufer werden wieder ein riesiges Marathon-Fest feiern.

Die Top-Fotos vom Berlin-Marathon 2013
Berlin-Marathon

40.000 Läufer werden beim Berlin-Marathon starten.

Bild: Norbert Wilhelmi

In Berlin wird am kommenden Sonntag der erste international bedeutende Herbst-Marathonlauf gestartet. Spitzensportlich gehört der Berlin-Marathon längst zu den besten Straßenläufen der Welt. Das wird auch am Sonntag so sein, wenn wiederum absolute Weltklassefelder am Start stehen werden. 74.000 Läufer hatten sich um eine Startnummer für das Rennen, das zur World Marathon Majors (WMM)-Serie gehört, beworben, 40.000 bekamen eine Nummer zugelost.

Kommen die besten Marathonläufer der Welt nach Berlin, haben sie vor allen Dingen eines im Sinn: superschnelle Zeiten und eine Jagd auf den Weltrekord über die 42,195 km. Bei keinem anderen Rennen in der Welt wurde diese Bestzeit derart oft gebrochen. Schon neunmal fiel der Weltrekord über die Marathondistanz in Berlin. Und seit über zehn Jahren wurde der Weltrekord bei den Männern nur noch in einer Stadt erzielt: Berlin. Die drei Kenianer Paul Tergat, Patrick Makau und Wilson Kipsang sowie natürlich auch Äthiopiens Superstar Haile Gebrselassie gehören zu den Berliner Weltrekordläufern.

Dennis Kimetto will beim Berlin-Marathon den Weltrekord angreifen

Jetzt kommt der nächste Kenianer, der das Zeug hat, Marathon-Geschichte zu schreiben: Dennis Kimetto ist trotz seiner 30 Jahre dabei eher noch ein Newcomer in der internationalen Straßenlaufszene. Er ist der Mann, der mit der schnellsten persönlichen Bestzeit nach Berlin reisen wird. In 2:03:45 Stunden gewann Kimetto im vergangenen Jahr den Chicago-Marathon. Dabei kam er bis auf 22 Sekunden an jenen Weltrekord heran, den sein Landsmann Wilson Kipsang in Berlin nur zwei Wochen zuvor aufgestellt hatte.

Erst vor gut zweieinhalb Jahren tauchte Dennis Kimetto international in Erscheinung. Damals gewann er überraschend drei große Rennen in Folge: Die Halbmarathonläufe von Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) und Berlin sowie die Big 25 Berlin. Bei dem 25-km-Rennen stellte Kimetto dabei in 1:11:18 Stunden einen Weltrekord auf, der nach wie vor Bestand hat. Noch einmal kam er in jenem Jahr nach Berlin zurück: Kimetto lief ein glänzendes Marathondebüt – mit 2:04:16 das bis heute schnellste aller Zeiten auf einer rekordkonformen Strecke – und wurde mit nur einem Schritt Rückstand hinter seinem Mentor Geoffrey Mutai Zweiter. Jetzt will er in Berlin den Marathon-Weltrekord brechen.

Dennis Kimetto wird am Sonntag auf eine Weltklasse-Konkurrenz treffen: Vier weitere Athleten weisen neben ihm Bestzeiten von unter 2:06 Stunden auf. Eine derartige Breite in der absoluten Spitze gab es im Männerfeld des spektakulärsten Marathons im deutschsprachigen Raum noch nie. Dies hängt aber auch damit zusammen, dass sich das Niveau im internationalen Straßenlauf in den letzten Jahren enorm entwickelt hat.

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