Rennen des Jahrzehnts

Berlin-Marathon erhält Ehrenpreis

Dank Spitzenleistungen zeichnete die AIMS den Berlin-Marathon mit dem Ehrenpreis: "MARATHON OF THE DECADE" aus.

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Paul Tergat gewann den Berlin-Marathon 2003 und lief die erste Zeit unter 2:05 Stunden.

Bild: Photorun

AIMS, die ,Association of International Marathons and Distance Races’, verleiht zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Ehrenpreis an einen Marathon mit dem Titel: „MARATHON OF THE DECADE“. Der Berlin-Marathon wurde am Dienstag im Büro des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, als Rennen des Jahrzehnts ausgezeichnet.

AIMS würdigt und anerkennt damit die bedeutenden Leistungen des Rennens. Beim Berlin-Marathon gab es eine einmalige Serie von Weltrekorden. Sechs globale Bestmarken von 1998 bis 2008 dokumentieren die hohe Qualität der Berliner Veranstaltung, die bisher in dieser Art von keinem anderen Lauf erreicht wurde. Das sind die Berliner Weltrekorde:

20. September 1998
Ronaldo da Costa (BRA) 2:06:05
26. September 1999
Tegla Loroupe (KEN) 2:20:43
30. September 2001 Naoko Takahashi (JPN) 2:19:46
28. September 2003 Paul Tergat (KEN) 2:04:55
29. September 2007 Haile Gebrselassie (ETH) 2:04:26
28. September 2008 Haile Gebrselassie (ETH) 2:03:59

Für AIMS war nicht nur die Qualität der Spitzenleistungen ein Kriterium, sondern natürlich auch die äußerst hohe Zahl der Teilnehmer aus über 100 Ländern. Mit über 35.000 Läufern im Ziel lag der Berlin-Marathon 2008 an zweiter Stelle in der Welt.

Francisco Borao (Valencia), Vizepräsident der AIMS, übergab zusammen mit dem Generalsekretär Hugh Jones (London) den Preis an den Regierenden Bürgermeister als einen symbolischen Ausdruck, dass der Berlin-Marathon ein wichtiges internationales Aushängeschild und ein Botschafter der Stadt Berlin weltweit ist. Rüdiger Otto, als Geschäftsführer des Veranstalters, und Mark Milde, der für die Verpflichtung der Top-Athleten des Berlin-Marathons zuständig ist, nahmen die Auszeichnung dann aus der Hand des Regierenden Bürgermeisters entgegen.

Der Berlin-Marathon begann 1974 unter der Führung von Horst Milde (Race Director bis 2004) mit 286 Läufern im Grunewald, 1981 zog man in die City mit Start am Reichstag. Seit 1990 – ein Jahr nach dem Mauerfall – stieg der Lauf in die erste Liga der Marathonrennen auf. Die flache und schnelle Strecke Berlins sowie die Begeisterung der Zuschauer und die perfekte Organisation sind die wichtigsten Faktoren, die den Ruf Berlins als Laufstadt ausmachen.

„Der Berlin-Marathon ist für AIMS eine herausragende Veranstaltung auf die wir stolz sind, die internationale Sportgeschichte mit ihren Erfolgen geschrieben hat und auch ein glänzendes Beispiel dafür darstellt, wie der Sport in der kooperativen Zusammenarbeit mit den Institutionen der Stadt das Lebensgefühl der Bürger durch den Sport positiv verbessern kann“, erklärte der Präsident der AIMS, Hiroaki Chosa (Japan), in seiner Grußbotschaft und seinem Glückwunsch an den Bürgermeister und den Berlin-Marathon.