Knaller und Herausforderungen

Berlin 2009 wird spannender und schneller denn je

Den ersten Rekord bilden die 40923 Anmeldungen; den Zweiten machen Haile und Kibet unter sich aus.

Sabrina Mockenhaupt beim Berliner Halbmarathon

Sabrina Mockenhaupt beim Berliner Halbmarathon.

Bild: Claus Dahms

Während Deutschlands Nummer zwei über die Marathonstrecke, Sabrina Mockenhaupt
(Kölner Verein für Marathon), nur sechs Wochen nach ihrem WM-Rennen einen Start in Köln am 4. Oktober wagt, ist es ein anderer deutscher Marathon, der dabei ist, sich als nationale Nummer zwei zu etablieren: Der Frankfurt-Marathon am 25. Oktober hat erstmals neben Berlin und Hamburg den prestigeträchtigen Gold-Label-Status des internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) erhalten. Im kommenden Jahr dürften die Hanseaten nicht mehr in der höchsten Kategorie sein, da aufgrund der Sponsorproblematik das diesjährige Rennen qualitativ nicht die Voraussetzungen erfüllte.

Während die Frankfurter am letzten Oktober-Sonntag auf eine weitere Verbesserung ihres Streckenrekordes hoffen und mit den Kenianerin Robert Cheruiyot und Wilfred Kigen jene Läufer am Start haben, die in den letzten vier Jahren am Main gewannen und dabei auch Kursrekorde aufstellten, hoffen auch die Berliner am Sonntag auf einen neuen Rekord. Dabei geht es freilich um noch mehr, denn die Streckenbestzeit ist identisch mit dem Weltrekord.

Bei den Frauen kehrt die Vorjahreszweite Askale Tafa Magarsa (Äthiopien) nach Berlin zurück. Die 24-Jährige, die sich im vergangenen Jahr hinter Irina Mikitenko auf die Weltklassezeit von 2:21:31 Stunden verbesserte, geht als Favoritin an den Start. 2008 war sie innerhalb von neun Monaten gleich drei Marathonrennen gelaufen, 2009 ist Askale Tafa Magarsa dagegen bisher noch gar nicht in Erscheinung getreten. Auch über kürzere Distanzen startete sie nicht. Das muss kein schlechtes Zeichen sein, wenn sie sich konzentriert auf den Marathon vorbereitet.

Jedoch lässt sich ihre aktuelle Form schwer einschätzen. Die stärkste Gegnerin von Magarsa dürfte eine Landsfrau sein: Atsede Habtamu lief beim Dubai-Marathon 2009 im Januar – trotz eines Unwetters in der Endphase des Rennens – 2:25:17 und wurde Zweite.

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