Top-Lauf 2015

Beim Boston-Marathon trifft Makau auf Desisa

Im Elitefeld beim Boston-Marathon 2015 starten gleich fünf Läufer mit Bestzeiten von unter 2:05 Stunden.

Patrick Makau läuft den Boston-Marathon.

Patrick Makau läuft zum ersten Mal in Boston.

Bild: photorun.net

Der Boston-Marathon – neben London das zweite World Marathon Majors (WMM)-Rennen des Frühlings – hat sicherlich das zweitbeste Feld am Start. Bei den Männern stehen zwei Athleten im Fokus, die vor wenigen Jahren zu großen Erfolgen gelaufen sind: Patrick Makau und Lelisa Desisa. Der Kenianer Makau entriss 2011 in Berlin Äthiopiens Superstar Haile Gebrselassie im direkten Duell den Weltrekord. Makau lief damals seine nach wie vor aktuelle Bestzeit von 2:03:38 Stunden. Der Äthiopier Lelisa Desisa gewann 2013 sein Marathon-Debüt in Dubai mit 2:04:45. Noch im gleichen Jahr triumphierte er in Boston und wurde dann Zweiter beim Weltmeisterschafts-Marathon. Noch drei weitere Äthiopier mit Bestzeiten von unter 2:05 Stunden stehen auf der Startliste in Boston: Yemane Tsegay (2:04:48), Tadese Tola (2:04:49) und Gebregziabher Gebremariam (2:04:53). Hinzu kommen unter anderen der zweifache Marathon-Weltmeister Abel Kirui (Kenia/2:05:04) und natürlich der US-amerikanische Titelverteidiger Meb Keflezighi (2:08:37).

US-Sieg beim Boston-Marathon 2015 möglich

Keflezighis Boston-Triumph 2014 war eine große Überraschung, die sich kaum wiederholen dürfte. Realistischere Chancen auf einen US-Sieg hat eine Frau am 20. April: Shalane Flanagan. Die aus der Umgebung von Boston stammende Läuferin steigerte sich zuletzt in Berlin als Dritte auf 2:21:14 Stunden. Neben den schnellen Äthiopierinnen Mare Dibaba (Bestzeit: 2:19:52), Buzunesh Deba (2:19:59) und Aberu Kebede (2:20:30) muss sie sich auch mit den Kenianerinnen Sharon Cherop (2:22:28) und Caroline Kilel (2:22:34), die in Boston bereits 2011 gewann, auseinandersetzen. Eine gute Rolle könnte zudem Joyce Chepkirui (Kenia) spielen, die weit mehr Potenzial hat als es ihre bisherige Bestzeit von 2:30:23 aussagt.

Die Fakten zum Boston-Marathon 2015 in der Übersicht

World Marathon Majors (WMM)-Rennen
IAAF Gold Label Race
Meldezahl: 30.000
Meldungen noch möglich: Nein

Siegprämie: 150.000 Dollar
Gesamtpreisgeld (ohne Zeitprämien): 746.000 Dollar

Streckenrekorde:
2:03:02 Geoffrey Mutai (KEN/2011)
2:18:57 Rita Jeptoo (KEN/2014)

Topathleten und Bestzeiten:
Männer: Patrick Makau (KEN/2:03:38), Lelisa Desisa (ETH/2:04:45), Yemane Tsegay (ETH/2:04:48), Tadese Tola (ETH/2:04:49), Gebregziabher Gebremariam (ETH/2:04:53), Abel Kirui (KEN/2:05:04), Wilson Chebet (KEN/2:05:27), Frankline Chepkwony (KEN/2:06:11), Wesley Korir (KEN/2:06:13), Bernard Kipyego (KEN/2:06:22), Abderrahime Bouramdane (MAR/2:07:33), Dathan Ritzenhein (USA/2:07:47), Lusapho April (RSA/2:08:32), Meb Keflezighi (USA/2:08:37), Vitaliy Shafar (UKR/2:09:37), Zersenay Tadese (ERI/2:10:41), Dylan Wykes (CAN/2:10:47), Jeffrey Eggleston (USA/2:10:52).
Frauen: Mare Dibaba (ETH/2:19:52), Buzunesh Deba (ETH/2:19:59), Aberu Kebede (ETH/2:20:30), Shalane Flanagan (USA/2:21:14), Aleksandra Duliba (BLR/2:21:29), Mamitu Daska (ETH/2:21:59), Ejegayehu Dibaba (ETH/2:22:09), Sharon Cherop (KEN/2:22:28), Caroline Kilel (KEN/2:22:34), Desiree Davila Linden (USA/2:22:38), Caroline Rotich (KEN/2:23:22), Marisa Barros (POR/2:25:04), Lisa Stublic Nemec (CRO/2:25:44), Amy Hastings (USA/2:27:03), Joyce Chepkirui (KEN/2:30:23), Cynthia Limo (KEN/Debüt).

Weiterlesen

Seite 3 von 9
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Rotterdam: Drei mit Bestzeiten unter 2:05 Stunden


Rotterdam, Wien, Düsseldorf, Hannover und Hamburg

Frühjahrs-Marathons erwarten Aufwärtstrend

Auch die Marathonrennen in Rotterdam, Wien und die deutschen... mehr