6 Wochen nach Houston

Bazu Worku gewinnt auch Lake-Biwa-Marathon

Bazu Worku siegte beim japanischen Lake-Biwa-Marathon nur sechs Wochen nach seinem letzten Marathon-Triumph im amerikanischen Houston.

Bazu Worku in Lake Biwa

Bazu Worku gewann den Lake Biwa-Marathon.

Bild: photorun.net

In Rom und Paris fanden am Sonntag zwei große und hochklassige Halbmarathonrennen statt, am japanischen Lake Biwa gewann währenddessen der Äthiopier Bazu Worku bereits seinen zweiten bedeutenden Marathon in diesem Jahr.

Beim Lake-Biwa-Marathon, einem reinen Männer-Eliterennen, feierte im japanischen Otsu Bazu Worku bereits seinen zweiten großen Sieg über die 42,195-km-Distanz in diesem Jahr. Der 23-jährige Äthiopier gewann in 2:09:10 Stunden vor dem Japaner Satoru Sasaki (2:09:47) und dem Titelverteidiger Vincent Kipruto. Der Kenianer, der im vergangenen Oktober auch den BMW Frankfurt-Marathon gewonnen hatte, wurde Dritter mit 2:09:54. Bazu Worku, der eine Bestzeit von 2:05:25 aufweist, hatte vor sechs Wochen bereits beim Houston-Marathon triumphiert. Dort lief er 2:07:32.

Die hochklassigste Leistung gab es bei der 40. Auflage des Rom-Ostia-Halbmarathons. Schnellster unter 13.500 Läufern war überraschend ein Marokkaner: Der 23-jährige Azis Lahbabi gewann das Rennen in 59:25 Minuten. Dies ist zwar die schnellste bisher in diesem Jahr gelaufene Zeit weltweit, jedoch erfüllt die Punkt-zu-Punkt-Strecke nicht die für die Anerkennung von Bestzeiten nötigen Kriterien. Lahbabi war mit einer Bestzeit von 61:53 Minuten an den Start gegangen und steigerte sich auf der teilweise hügeligen Strecke gleich um gut zweieinhalb Minuten.

Bisher war der Marokkaner eher als 5.000-m-Läufer bekannt. Hier hat er eine Bestzeit von 13:04,06 Minuten. Hinter Lahbabi liefen Mesfin Alemu (Äthiopien/59:39) und Titus Masai (Kenia/59:41) ebenfalls noch Zeiten von unter einer Stunde. Die Kenianer Simon Cheprot (60:05) und Robert Chemosin (60:24) belegten die Ränge vier und fünf.

Eine sehr gute Breite in der Spitze gab es auch im Frauenrennen, in dem die ersten vier Läuferinnen unter 69 Minuten rannten. Caroline Chepkwony gewann in 68:48 Minuten knapp vor ihrer kenianischen Landsfrau Sharon Cherop (68:51). Die Äthiopierinnen Netsanet Gudeta und Shure Demise folgten dicht dahinter auf den Rängen drei und vier. Sie waren zeitgleich in 68:53 im Ziel. Mit Krisztina Papp (69:50) blieb auch die fünftplatzierte Athletin noch unter 70 Minuten.

Rund 33.000 von 40.000 gemeldeten Läufern gingen in Paris an den Start. Damit gehört dieser Halbmarathon zu den größten der Welt. Während der Äthiopier Mulle Wasihun in 60:08 Minuten vor John Lotiang (60:40) und Mike Kigen (beide Kenia/60:46) gewann, ist der Marathon-Olympiasieger Stephen Kiprotich (Uganda) offenbar noch nicht in Form. Er musste sich mit Rang elf in 62:51 zufrieden geben. Kiprotich bereitet sich auf den London-Marathon im April vor. Im Rennen der Frauen blieben fünf Läuferinnen unter 70 Minuten: Yebrgual Melese (Äthiopien) gewann in 69:24 vor den Kenianerinnen Georgina Rono (69:33), Sarah Chepchirchir (69:40), Mercy Kibarus (69:43) und Monica Jepkoech (69:45).