Wien-Marathon

Anna Hahner will Walzer tanzen

Die 24-jährige Anna Hahner gehört zum Elitefeld der Frauen, wenn der Wien-Marathon am 13. April gestartet wird.

Anna Hahner

Beim BMW Frankfurt-Marathon lief Anna Hahner im vergangenen Jahr zum ersten Mal unter 2:30 Stunden - jetzt freut sie sich auf den Vienna City Marathon.

Bild: photorun.net

"Alles Walzer“ – so heißt das Motto beim Vienna City Marathon am 13. April. Doch wer wird der Erste sein, der im Ziel auf dem Heldenplatz Walzer tanzt? Wenn für Anna Hahner über die 42,195 Kilometer alles nach Wunsch läuft, darf sich das Publikum auf Jubelszenen im ¾-Takt freuen: „Nach einem guten Rennen werde ich hinter der Ziellinie einen Walzer hinlegen“, verspricht Anna Hahner. Die 24-jährige Läuferin gehört zum Elitefeld der Frauen.

Nachdem sich Anna Hahner (Run2Sky/Fulda) im vergangenen Jahr beim BMW Frankfurt-Marathon auf 2:27:55 Stunden verbessert hatte, will sie nun erneut „deutlich unter 2:30 Stunden“ laufen. Vor den Europameisterschaften im Sommer in Zürich, für die sie das Ticket bereits in der Tasche hat, soll ein schnelles Rennen das Selbstvertrauen stärken. „Wien hat eine super Strecke und, wie ich von anderen Läufern gehört habe, eine tolle Atmosphäre. Bei Trainingslagern in Spanien und Kenia habe ich mich intensiv auf den 13. April vorbereitet und freue mich darauf, diese Form nun auf die Straßen Wiens zu bringen“, sagt Anna Hahner, die beim Vienna City Marathon von ihrer Zwillingsschwester Lisa als Tempomacherin begleitet wird. Lisa Hahner wird dann zwei Wochen später beim Hannover-Marathon laufen.

Wie weit Anna Hahner gegen starke Konkurrenz in Wien nach vorne laufen kann, ist eine der spannenden Fragen für das Rennen. Als Favoritinnen gelten die Kenianerin Caroline Chepkwony und Mai Ito. Die Japanerin ist mit einer Bestleistung von 2:25:26 Stunden, gelaufen 2012 in Nagoya, die Schnellste auf der Startliste der Frauen. Die 29-Jährige hofft, als zweite Japanerin in der Geschichte des Wien-Marathons zu gewinnen. 2006 hatte ihre Landsfrau Tomo Morimoto in 2:24:33 Stunden triumphiert. Als Marathon-WM-Teilnehmerin von 2011, Neunte der Halbmarathon-WM von 2012 und Siebente des London-Marathons 2013 bringt Ito viel internationale Erfahrung mit. Was ihr noch fehlt, ist ein großer Marathonsieg. Rang zwei in Osaka 2011 mit 2:26:55 Stunden war ihre bisher beste Platzierung. In Wien will sie den Sprung nach ganz oben schaffen. Ein Handikap hat sie allerdings, denn der Lauf in Wien kommt nur sieben Wochen nach ihrem Start beim Tokio-Marathon. Dort wurde Ito im Februar Siebente mit 2:28:36.

Sehr gute Chancen hat Caroline Chepkwony. Die 29-jährige Kenianerin zeigte sich in der Vorbereitung auf den Vienna City Marathon in Topform und siegte beim Halbmarathon Rom-Ostia am 2. März in starken 68:48 Minuten. Damit verwies sie Sharon Cherop, die Siegerin des Boston-Marathons 2012, auf den zweiten Platz. Im vergangenen Herbst steigerte Chepkwony ihre Marathon-Bestzeit als Gewinnerin in Ljubljana auf 2:27:27 Stunden. Der Sieg beim Rom-Ostia-Rennen könnte ein gutes Omen sein. Denn auch die letztjährige Wien-Siegerin, Flomena Cheyech (Kenia), hatte zuvor diesen Halbmarathon für sich entschieden.

Die Russin Olga Glok, die 2012 in Wien an zweiter Stelle ihre Bestleistung von 2:27:12 Stunden erzielt hat, und die Kenianerin Alice Chelangat, die im Vorjahr in Sydney 2:29:47 gelaufen ist, zählen ebenso zu den Kandidatinnen auf einen Spitzenplatz.

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