Pollmächer im Interview

André Pollmächer über sein Comeback

André Pollmächer meldete sich mit einem Sieg bei der DM Griesheim zurück. Im Interview spricht er über sein Comeback und die Olympia-Qualifikation.

André Pollmächer

Nach einem Jahr Wettkampfpause will Pollmächer die Olympia-Qualifikation schaffen.

Bild: Olaf Möldner

Der 10.000-Meter-Europacup-Sieger aus Potsdam André Pollmächer startete in diesem Frühjahr sein Comeback genauso plötzlich, wie er 2009 seine Karriere mit Platz 18 bei den Weltmeisterschaften in Berlin beendet hatte. Eindrucksvoll meldete er sich mit einem Sieg bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften 2011 in Griesheim zurück. (Ausführlicher Bericht und Fotos aus Griesheim)

Am Ostersamstag belegte er den elften Platz (29:26 Minuten) beim traditionsreichen Paderborner Osterlauf. (Ausführlicher Bericht und Fotos aus Paderborn)

Jetzt ist sein Ziel die Olympia-Qualifikation.

RUNNER'S WORLD: Was war der Grund für Ihr völlig überraschendes Comeback? Langeweile?
André Pollmächer: Nein, langweilig wurde mir im letzten Jahr bestimmt nicht, aber ich hatte in Chemnitz nur eine befristete Trainerstelle, und diese habe ich im Herbst 2010 verloren. So war die Fortsetzung der ­eigenen Laufkarriere eine von mehreren ­Alternativen. Eine lukrative zudem, denn Ma­rathontalente sind derzeit rar in Deutschland, werden aber gesucht.

Warum ist ein Geher ein guter Mann, um das Laufen zu ­trainieren?
Genau zu der Zeit, zu der ich den Trainerjob verlor, wurde Ron Weigel neuer Bundestrainer der Marathonläufer. Er ist sofort auf mich zugekommen und hat mich entscheidend dazu motiviert, mein Comeback zu wagen. Seine Erfolge als Sportler, unter anderem als Weltmeister und Olympiamedaillen-Gewinner im 50-Kilometer-Gehen, sprechen für sich. Ich hatte mit ihm schon im Frühjahr 2009 in einem Trainingslager engen Kontakt. Wie ich kommt er aus den neuen Bundesländern, und sein Trainingssys­tem entspricht ungefähr dem, das ich von meinem früheren Trainer kenne. Außerdem beeindruckt mich Weigels Zielstrebigkeit, man kann fast „Brutalität“ sagen, mit der er Zukünftiges angeht.

Warum starten Sie für den Verein „rhein-marathon Düsseldorf“, obwohl Sie gerade nach Potsdam gezogen sind?
Nach Potsdam bin ich gezogen, um in der Nähe des Bundestrainers zu wohnen. Angeboten hätte es sich sicherlich, in einen Berliner Verein zu wechseln. So hatte ich es ursprünglich auch mal geplant. Aber der Athleten-Manager Christoph Kopp kam frühzeitig mit einem Angebot der Düssel­dorfer auf mich zu, zu dem ich nicht Nein sagen konnte. Die Rahmenbedingungen sind einmalig.

Sie werden beim Düsseldorf-Marathon am Start sein, aber definitiv nicht im Ziel ankommen...
Ja, ich habe mit meinem neuen Verein vereinbart, dass ich mich in Düsseldorf bei den lokalen Laufveranstaltungen zeige, auf jeden Fall beim Kö-Lauf am 4. September und natürlich auch beim Marathon am 8. Mai. Da es für einen Frühjahrsmarathon aber nach dem Comeback noch zu früh ist, laufe ich in diesem Jahr dort nur bis zur Hälfte mit. Das aber mit den schnellsten Afrikanern in der Spitzengruppe.

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