Düsseldorf-Marathon 2014

André Pollmächer trifft auf Weltklasse

André Pollmächer, der beste deutsche Marathonläufer im letzten Jahr, trifft beim Düsseldorf-Marathon am 27. April auf ein Weltklassefeld mit kenianischen und äthiopischen Topläufern.

André Pollmächer ist optimistisch im Hinblick auf seinen Start in Düsseldorf.

André Pollmächer ist optimistisch im Hinblick auf seinen Start in Düsseldorf.

Bild: photorun.net

André Pollmächer trifft bei seinem nächsten Rennen über die klassische Distanz auf eine Reihe von Weltklasseläufern. Mit dem stärksten Elitefeld in der Veranstaltungsgeschichte wird am 27. April der 12. Düsseldorf-Marathon gestartet. Angeführt werden die Felder von den Äthiopiern Endeshaw Negesse und Selomie Getnet, die Bestzeiten von 2:04:52 beziehungsweise 2:25:15 Stunden aufweisen. Zu beachten sein wird im Männerfeld auch Moses Masai (Kenia), der WM-Dritte über 10.000 m von 2009. Für André Pollmächer, der für den Veranstalter-Klub Rhein-Marathon Düsseldorf startet, geht es am 27. April darum, seine Bestzeit von 2:13:05 weiter zu verbessern.

Schon unmittelbar nach seinem persönlichen Rekord beim Berlin-Marathon im vergangenen September war klar, dass André Pollmächer sich langfristig auf das Rennen Düsseldorf vorbereiten wird. Dort hat er schon einmal, vor vier Jahren, mit Rang drei überrascht. Ende April wird die Konkurrenz allerdings deutlich stärker sein als damals. „Mein Training lief bisher sehr gut. Es ist mein Ziel, in Düsseldorf eine Zeit unter 2:13 Stunden zu erreichen“, sagte André Pollmächer, der als Vorbereitungsrennen am 30. März den Berliner Halbmarathon laufen wird.

Mit Endeshaw Negesse kommt ein Läufer nach Düsseldorf, der eine absolute Weltklassezeit vorweisen kann. Der 26-jährige lief im vergangenen Jahr in Dubai 2:04:52 Stunden und wurde in einem außergewöhnlichen Rennen Vierter. Damit gehört der Äthiopier nach wie vor zu den 20 schnellsten Läufern aller Zeiten.

Endeshaw Negesse wird in Düsseldorf auf seinen Landsmann Tamirat Tola treffen, der in diesem Jahr – ebenfalls mit Rang vier in Dubai – seine Bestzeit von 2:06:17 aufstellte. Mit Gilbert Yegon (Kenia) wurde ein weiterer Weltklasseläufer verpflichtet. Er gewann 2009 den Amsterdam-Marathon mit seiner persönlichen Bestzeit von 2:06:18. Im vergangenen Jahr war er Sechster in Amsterdam, 2012 zudem Zweiter beim Wien-Marathon. Für eine Überraschung sorgen könnte Moses Masai. Der Kenianer, 2009 bei den Weltmeisterschaften in Berlin Dritter im 10.000-m-Finale, konnte sein Potenzial bisher noch nicht auf die Marathondistanz übertragen. Wenn ihm dies in seinem dritten Marathon in Düsseldorf gelingt, kann er seine derzeitige Bestzeit von 2:11:00 sehr deutlich unterbieten.

„Mit der Verpflichtung von mehreren Weltklasseläufern für das Männerrennen setzen wir unseren Weg der letzten Jahre kontinuierlich fort. Wir wollen den Metro Group Marathon Düsseldorf als international hochkarätiges Frühjahrsrennen etablieren“, sagte Race-Direktor Jan Winschermann. In den vergangenen beiden Jahren fiel am Rheinufer jeweils der Streckenrekord. 2013 gewann Dereje Debele (Äthiopien) in 2:07:48. Diese Marke soll am 27. April deutlich unterboten werden.

Eine klare Favoritin gibt es im Rennen der Frauen – allerdings ist der Prozess der Athletenverpflichtung noch nicht abgeschlossen. Selomie Getnet war im vergangenen Jahr Zweite beim Rom-Marathon und steigerte sich dort auf 2:25:15 Stunden. Damit liegt die 27-jährige Äthiopierin gut im Bereich des Düsseldorfer Streckenrekordes, den die Kenianerin Agnes Jeruto vor zwei Jahren mit 2:25:49 aufgestellt hat. Eine Startzusage liegt auch von der US-Amerikanerin Annie Bersagel vor, die im vergangenen Jahr den St. Paul Twin Cities Marathon in 2:30:53 gewann.

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