Kenianischer Doppelsieg

Amsterdam Marathon 2008

Lydia Cheromei aus Kenia gab beim Amsterdam Marathon 2008 ihr Debüt und siegte in einer Zeit von 2:25:57.

Einen kenianischen Doppelerfolg gab es beim Amsterdam-Marathon 2008, der mit seiner schnellen Strecke einmal mehr hochklassige Siegzeiten produzierte.

Lydia Cheromei aus Kenia konnte bei ihrem ersten Marathon überzeugen.

Bei den Männern hatte sich eine gut zehnköpfige Spitzengruppe gebildet, die die 10-km-Marke nach 29:50 Minuten erreichte. Dieses sehr hohe Tempo, das gut ist für ein Ergebnis von knapp unter 2:06 Stunden, konnten die Topläufer jedoch nicht ganz halten. Die Halbmarathonmarke war dann nach 63:25 Minuten erreicht. Zu diesem Zeitpunkt begann sich die Spitzengruppe bereits auseinanderzuziehen.

Vorne liefen unter anderen die vier Kenianer Paul Kirui, Robert Cheboror, Jonathan Kosgei und Dennis Ndiso sowie der Äthiopier Dejene Berhanu. Ndiso verlor dann ebenfalls bald den Kontakt. Nachdem die anderen vier den 30-km-Punkt nach 1:30:23 Stunden erreicht hatten, schloss von hinten kommend mit Jackson Koech ein weiterer Kenianer zur Spitze auf. Es war dann Paul Kirui, der nach Kilometer 37 den entscheidenden Vorstoß startete und bis Kilometer 40 einen Vorsprung von rund einer halben Minute herauslief. „Als ich hörte, dass die Läufer aus der zweiten Gruppe den Abstand zu uns verkürzt hatten, habe ich entschieden, es alleine zu versuchen“, erklärte der 28-jährige Paul Kirui. Das war offensichtlich die richtige Taktik, denn von hinten kommend holte Chala Dechase einen nach dem anderen ein. Nur einen konnte der Äthiopier nicht mehr erreichen: Paul Kirui. Dechase lief in 2:08:31 Stunden als Zweiter im Olympiastadion von Amsterdam ins Ziel.

Drei weitere Athleten blieben unter 2:10 Stunden: Cheboror wurde Dritter mit 2:09:13, gefolgt von seinen Landsleuten Kosgei (2:09:22) und Koech (2.09:42). Der 5.000-m-Weltmeister von 2005, Benjamin Limo (Kenia), lief bei seinem Marathondebüt in 2:12:46 Stunden auf Rang zwölf. Er war das hohe Anfangstempo zu keiner Zeit mitgegangen, erreichte die Halbmarathonmarke nach 64:41 Minuten und wurde dann aber im zweiten Abschnitt auch langsamer.

Paul Kirui lief zum zweiten Mal in Folge ein hochklassiges Marathonrennen in Amsterdam. Im vergangenen Jahr war er dort als Vierter mit 2:07:12 Stunden seine immer noch aktuelle persönliche Bestzeit gelaufen. Dieses Mal war der Kenianer zwar nicht ganz so schnell, dafür jedoch der Sieger.

Im Frauenrennen entwickelte sich ein Duell zwischen Lydia Cheromei und der Äthiopierin Adenech Zekiros. Gemeinsam mit Mengistu Asnakech (Äthiopien), die bis vor der 20-km-Marke ebenfalls noch mithielt und am Ende Fünfte wurde, passierten die beiden die 10 km in flotten 34:10 Minuten. Die Halbmarathonmarke erreichte das Duo dann nach 1:12:24, und auch bei 25 km (1:25:36) waren Cheromei und Zekiros noch gemeinsam an der Spitze. Dann allerdings konnte die Äthiopierin nicht mehr mithalten. Während Lydia Cheromei, die 2004 Vize-Weltmeisterin im Halbmarathon war und im September den Rotterdam-Halbmarathon in 68:35 Minuten gewonnen hatte, einem souveränen Sieg zustrebte (2:25:57), erreichte Adenech Zekiros schließlich als Zweite in 2:30:17 das Ziel. Dritte wurde Marta Markos (Äthiopien) in 2:32:32 Stunden.


19-jährige Chinesin siegt in Peking

Mit dem Peking-Marathon stand am Sonntag ein weiterer internationaler Top-Marathon auf dem Programm. Hier dominierten Kenias Männer das Rennen und belegten die ersten drei Plätze. Benjamin Kiptoo war in 2:10:14 Stunden vor Luka Chelimo (2:10:30) und Simon Wangai (2:10:52) im Ziel. Vierter wurde der Marokkaner Rachid Kisri mit 2:11:31. Für den Höhepunkt des Tages sorgte die erst 19-jährige Chinesin Xue Bai, die in 2:26:27 gewann. Bei den Olympischen Spielen war sie über 10.000 m gestartet und hatte Platz 21 belegt. Jetzt siegte sie in Peking vor zwei Landsfrauen: Rong Chen wurde in 2:28:25 vor Yingying Zhang (2:28:52) Zweite. Vierte wurde die Kenianerin Hellen Kimutai mit 2:29:19.

Sieben rennen unter 2:08

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