Houston-Marathon

Äthiopische Youngster gewinnen Houston-Marathon

Mit 2:23:27 Stunden verpasste die erst 20-Jährige Merima Mohammed beim Houston-Marathon den Streckenrekord um lediglich 23 Sekunden. Ihr 22-jähriger Landsmann Bazu Worku gewann in 2:10:17 Stunden.

Houston-Marathon

Merima Mohammed gewinnt den Houston-Marathon.

Bild: photorun.net

Zwei äthiopische Youngster haben den Houston-Marathon gewonnen. Beim ersten großen US-Rennen des Jahres über die klassische Distanz sorgte dabei Merima Mohammed für das Highlight des Tages. Mit 2:23:27 Stunden lief die 20-Jährige bei kühlen und regnerischen Bedingungen eine gute Zeit und verpasste den Streckenrekord um lediglich 23 Sekunden. Ihr 22-jähriger Landsmann Bazu Worku gewann den Houston-Marathon in 2:10:17 Stunden.

Trotz der unangenehmen Wetterbedingungen entwickelte sich bei den Frauen von Beginn an ein schnelles Rennen. Drei Äthiopierinnen – neben Merima Mohammed noch Bezunesh Deba und Meskerem Assefa – formierten die Spitzengruppe, die die Halbmarathonmarke nach 70:56 Minuten erreichte und dann noch bis Kilometer 33 zusammenblieb. Es war dann Merima Mohammed, die 2011 den Düsseldorf-Marathon gewonnen hatte und im gleichen Jahr in Frankfurt Vierte war, die sich mit einer Tempoverschärfung absetzen konnte. Sie vergrößerte ihren Vorsprung ständig und erreichte schließlich fast eine Minute vor Bezunesh Deba (2:24:26) das Ziel. Rang drei belegte Meskerem Assefa mit 2:25:17. Die viertplatzierte Meseret Legese (Äthiopien) folgte mit großem Abstand in 2:30:31.

„Ich bekam Probleme mit meinem linken Bein. Es tat sehr weh“, erklärte Merima Mohammed, warum sie den Streckenrekord verpasst hatte. Offenbar litt sie bei der Kälte unter Wadenkrämpfen. Trotzdem erzielte sie die zweitschnellste Marathonzeit ihrer Karriere und verpasste ihren persönlichen Rekord von 2:23:06 ebenfalls nur knapp.

Der frühere Marathon-Junioren-Weltrekordler Bazu Worku hatte sich nach einer Halbmarathon-Durchgangszeit von 65:25 Minuten aus der sechsköpfigen Spitzengruppe gelöst. Nach 25 km hatte der Äthiopier bereits einen Vorsprung von 50 Sekunden auf die Verfolger. Bazu Worku, der 2010 in Berlin als Dritter seine Bestzeit von 2:05:25 gelaufen war, gewann schließlich in 2:10:17 klar vor seinen Landsleuten Teferi Balcha (2:12:50) und Solomon Molla (2:14:37).

Parallel zum Houston-Marathon starten die Veranstalter jedes Jahr ein hochklassiges Halbmarathonrennen. Auch hier gab es äthiopische Sieger: Feyisa Lilesa gewann in 61:54 Minuten, Mamitu Daska war die schnellste Frau mit 69:53.