Streckenrekord

Äthiopier Kebede gewinnt überlegen den Fukuoka-Marathon

Mit erst 21 Jahren schon in der Weltelite: Tsegay Kebede gewinnt traditionsreichen Marathon in Fukuoka 2008.

Der 21-jährige Äthiopier Tsegay Kebede hat den Fukuoka-Marathon mit einem Streckenrekord von 2:06:10 Stunden gewonnen und sich damit als zwölftschnellster Läufer aller Zeiten etabliert. Der Youngster verbesserte bei dem prestigeträchtigen Traditionsrennen jene Kursbestzeit, die der Olympiasieger Sammy Wanjiru (Kenia) mit 2:06:39 Stunden bei seinem Marathondebüt vor einem Jahr aufgestellt hatte. Dass im marathon-verrückten Japan nie zuvor ein Läufer so schnell rannte wie jetzt Tsegay Kebede, wertet das Ergebnis des Äthiopiers zusätzlich auf.

Am Verpflegungspunkt wäre Tsegay Kebede fast zu Fall gekommen...

Mit deutlichem Abstand wurde in Fukuoka bei kühlen, aber insgesamt guten Wetterbedingungen der Japaner Satoshi Irifune Zweiter. Er kam nach 2:09:23 Stunden ins Ziel und qualifizierte sich damit für den WM-Marathon in Berlin im nächsten Jahr. Seine Landsleute Arata Fujiwara und Tomoyuki Sato belegten die nächsten Plätze. Sie blieben mit 2:09:47 und 2:09:59 Stunden ebenfalls noch unter 2:10 und dürften damit auch Chancen haben, für die WM in Berlin nominiert zu werden. Bester Kenianer war Felix Limo als Fünfter mit 2:10:59. Der Spanier Jose Manuel Martinez war als Sechster mit 2:11:11 der schnellste europäische Läufer bei dem reinen Männer-Eliterennen durch Fukuoka.

Fukuoka-Marathon 2008
...doch bald darauf ist der Äthiopier allein auf weiter Flur.

Nachdem die Tempomacher die große Gruppe der Favoriten nach 64:02 Minuten beziehungsweise 1:15:49 Stunden zur Halbmarathonmarke und zum 25-km-Punkt geführt hatten, wurde das Tempo forciert. Teilweise deutlich unter 3:00 Minuten rannten die Läufer an der Spitze die Km-Abschnitte. Doch keiner von ihnen konnte schließlich Tsegay Kebede Paroli bieten. Als bei Kilometer 30 mit John Kales (Kenia) der letzte Tempomacher aus dem Rennen ging, startete der Äthiopier einen Vorstoß. Den nächsten 5-km-Abschnitt lief Kebede in erstaunlichen 14:17 Minuten. Zum Vergleich: Als sein Landsmann Haile Gebrselassie beim Berlin-Marathon im September den Weltrekord auf 2:03:59 Stunden verbesserte, rannte er zwar insgesamt deutlich schneller, doch keiner seiner 5-km-Abschnitte war so schnell wie jener von Kebede in Fukuoka. Haile Gebrselassie hatte den Fukuoka-Marathon vor zwei Jahren in 2:06:52 Stunden gewonnen.

Mit diesem enormen Tempo hatte Tsegay Kebede in Fukuoka für eine Vorentscheidung gesorgt. Gut 70 Sekunden Vorsprung hatte der Äthiopier nach 35 km. Und der Abstand vergrößerte sich auch in der Folge immer mehr auf schließlich über drei Minuten.

Der 21-jährige Kebede war im vergangenen Jahr erstmals international in Erscheinung getreten, als er beim Amsterdam-Marathon 2:08:16 Stunden lief. Im April gewann er dann den Paris-Marathon und steigerte sich dabei auf 2:06:40. Bei den Olympischen Spielen in Peking gewann Tsegay Kebde mit 2:10:00 Stunden die Bronzemedaille. Nun brachte er sich mit dem Sieg in Fukuoka in eine Mitfavoriten-Position für die Weltmeisterschaften in Berlin im nächsten Jahr.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net

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