Peking-Marathon

Äthiopier gewinnt im Dauerregen

Unter den widrigen Wetterbedingungen litten die Zeiten beim Peking-Marathon. Der Äthiopier Gena Siraj siegte in 2:15:45 Stunden.

Peking-Marathon

Der Äthiopier Gena Siraj läuft ins Ziel in Peking.

Nicht nur mit der klassischen Distanz von 42,195 km sondern auch mit den Ausläufern eines Taifuns hatten die Marathonläufer in Peking am Sonntag zu kämpfen. Unter den widrigen Wetterbedingungen litten die Siegzeiten bei dem hochkarätig besetzten Rennen erheblich. Der Äthiopier Gena Siraj gewann den Peking-Marathon in 2:15:45 Stunden, schnellste Frau war die Chinesin Jiali Wang mit 2:29:31.

Kurz nach dem Start wurde aus dem Nieselwetter ein andauernder, starker Regenfall. Hinzu kam, dass die Temperaturen morgens nicht stiegen sondern sanken. „Während der ersten Kilometer war es noch nicht so schlimm, aber als es kühler wurde und das Wasser der Pfützen auf die Beine spritzte, bekam ich Krämpfe und wurde langsamer“, erklärte Vorjahressieger Sammy Mugo. Der Kenianer fiel nach 35 km aus der Spitzengruppe und wurde schließlich Sechster in 2:17:49.

An der Spitze entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Gena Siraj und dem südafrikanischen Routinier Gert Thys. Erst auf dem letzten Kilometer entschied sich das Rennen, als sich der 25-jährige Äthiopier von seinem 13 Jahre älteren Rivalen löste. Thys wurde in 2:15:56 Zweiter. Rang drei belegte mit Matthew Sigei (Kenia/2:16:01) ein Tempomacher, der im Rennen blieb.

So kalt war Gena Siraj trotz der Anstrengung, dass er im Ziel kaum sprechen konnte. „Nach 35 km dachte ich mir, dass ich gewinnen könnte“, erklärte der Sieger, der im Frühjahr bereits den Rom-Marathon in 2:08:39 gewonnen hatte. Sein Trainer, Haji Adillo Roba, sagte: „Er hatte sich sehr gut vorbereitet auf dieses Rennen und hätte bei guten Wetterbedingungen eine Zeit im Bereich zwischen 2:06 und 2:07 Stunden laufen können.“

Eine chinesische Angelegenheit war erwartungsgemäß das Frauen-Rennen. Hier lag Rong Chen lange Zeit deutlich in Führung. Doch sieben Kilometer vor dem Ziel tauchte plötzlich ihre Trainingspartnerin Jiali Wang auf und übernahm die Spitze. In 2:29:31 siegte Wang mit 15 Sekunden Vorsprung vor Chen. Dritte wurde Xiao Shu Wang (China) mit 2:30:21.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net