Rom-Marathon

Äthiopier Gena siegt in Rom wie Bikila vor 50 Jahren

Siraj Gena siegte 2010 wie Abebe Bikila 1960 barfuß beim Rom-Marathon.

Der Start beim Rom-Marathon groß

Der Start beim Rom-Marathon.

Mit einem äthiopischen Triumph endete das Rennen um den Sieg beim Rom-Marathon. Das passte perfekt zum Thema der Veranstaltung in diesem Jahr, denn erinnert wurde an den olympischen Marathon vor einem halben Jahrhundert. Damals hatte der legendäre Abebe Bikila in Rom barfuß laufend Gold gewonnen. Der Clou war am Sonntag, dass auch Siraj Gena barfuß als Sieger ins Ziel lief. Der Äthiopier hatte sich in Erinnerung an Abebe Bikila rund 300 Meter vor dem Ziel Schuhe und Socken ausgezogen. Die Veranstalter hatten allerdings eine Sonderprämie von 5.000 Euro ausgelobt, falls die Sieger barfuß ins Ziel rennen würden.

Der 25-jährige Siraj Gena gewann den Rom-Marathon in 2:08:39 Stunden und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere. Auch bei den Frauen kam die Siegerin aus Äthiopien: Firehiwot Dado verteidigte – bis zum Ende in Schuhen laufend – ihren Titel in 2:25:28.

Nach 35 km hatten sich Siraj Gena und Benson Barus (Kenia) aus einer achtköpfigen Spitzengruppe gelöst. Drei Kilometer später konnte der Äthiopier das Tempo nochmals forcieren und sich entscheidend von seinem kenianischen Konkurrenten lösen. Schließlich erlief er noch genügend Vorsprung, um am Ende die Zeit zu haben, die Schuhe auszuziehen. Um gut zwei Minuten verbesserte Siraj Gena in Rom seine Marathon-Bestzeit. Im vergangenen Jahr war er in Frankfurt als Neunter 2:10:41 gelaufen. Am Sonntag blieben hinter dem Sieger noch drei weitere Läufer unter 2:10 Stunden: Benson Barus lief als Zweiter 2:09:00, Nixon Machichim (Kenia) wurde in 2:09:08 Dritter und Kedir Fikadu (Äthiopien) belegte Platz zwei mit 2:09:15.

Keine Zeit, die Schuhe auszuziehen, blieb Firehiwot Dado. Viel zu knapp war die Entscheidung im Rennen der Frauen, denn nur zehn Sekunden trennten die ersten drei Läuferinnen. Mit einem langen Endspurt sicherte sich Firehiwot Dado in 2:25:28 Stunden den Sieg vor ihren Landsfrauen Haile Kebebush (2:25:31) und Mare Dibaba (2:25:38). Im vergangenen Jahr hatte Dado in Rom in 2:27:08 gewonnen.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net

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