8.500 Läufer beim Athens Classic Marathon

Abdelkerim Boubker (Marokko) läuft Favoriten aus Kenia davon

Beim Athen-Marathon lief Abdelkerim Boubker in 2:11:40 zum Sieg.

Athens_Classic_Marathon

Der Marokkaner Abdelkerim Boubker gewann den Athen-Marathon.

Bild: photorun.net

Kenias Marathonläufer sind doch noch schlagbar: Einen marokkanischen Sieger gab es am Sonntag beim Athens Classic Marathon. Abdelkerim Boubker ließ die kenianischen Favoriten hinter sich und triumphierte im Panathinaikon-Stadion der griechischen Hauptstadt mit 2:11:40 Stunden. Damit verbesserte der 30-Jährige den Veranstaltungsrekord um genau eine Minute. Der Streckenrekord, den Italiens Marathon-Olympiasieger Stefano Baldini bei den Spielen in Athen 2004 aufgestellt hatte, steht bei 2:10:55 Stunden. Rund 8.500 Marathonläufer gingen am Sonntag an den Start.

Auf der Strecke von Marathon nach Athen musste sich Abdelkerim Boubker dabei nicht nur gegen die kenianische Konkurrenz sondern auch gegen überraschende Wetterbedingungen durchsetzen. Zwar gab es phasenweise Rückenwind auf den 42,195 km von Marathon nach Athen, jedoch drehte der Wind zeitweilig bei Temperaturen von knapp zehn Grad Celsius und Niederschlag. Dennoch erzielte der Marokkaner in seinem zweiten Marathon eine persönliche Bestzeit.

Nachdem der Vorjahressieger Raymond Bett Pläne für eine schnellere Zeit im Bereich von unter 2:11 Stunden frühzeitig aufgegeben hatte, hängte sich der Läufer aus Kenia an die sechsköpfige Spitzengruppe. Überraschend war es dann Raymond Bett, der nach rund 23 km als Erster den Kontakt verlor und später, wie etliche weitere Topathleten, das Rennen vorzeitig beendete. Die Vorentscheidung fiel dann nach 31 km. Als es Richtung Athen bergab ging, erhöhte Abdelkerim Boubker das Tempo und riss damit die Spitzengruppe auseinander. Einzig der Kenianer Sammy Chumba konnte noch eine zeitlang mithalten. Am Ende hatte aber auch er einen deutlichen Rückstand. Chumba wurde in 2:13:27 Stunden Zweiter vor dem Äthiopier Daniel Gatheru (2:16:12). Die folgenden Plätze belegten die beiden Ukrainer Andriy Naumov (2:17:32) und Andrii Toptun (2:18:12).

„Das ist der größte Sieg meiner Karriere. Ich habe mich durchweg gut gefühlt und gewann an Zuversicht während des Rennens. Ich hatte mich speziell auf diese Strecke vorbereitet. Hier in diesem Stadion zu gewinnen, ist phantastisch und ich bin sehr stolz“, erklärte Abdelkerim Boubker, der bereits sein Debüt auf der Marathon-Distanz im holländischen Leiden gewonnen hatte. Der aus Casablanca stammende Läufer will nun schon Ende Januar in Marrakesch sein nächstes Rennen über die 42,195 km laufen.

Bei den Frauen entwickelte sich ein Zweikampf zwischen der aus Äthiopien stammenden Läuferin Elfneshe Melkamu und Kamila Khanipova (Ukraine). Erst 250 Meter vor dem Ziel fiel die Entscheidung, als sich Melkamu mit einem Sprint von der Ukrainerin lösen konnte und das Ziel dann in 2:35:25 erreichte. Mit sechs Sekunden Rückstand wurde Khanipova Zweite. Rang drei belegte Amira Benamor (Tunesien) mit 2:42:15.

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