Sechs Rennen an zwei Tagen

9.100 Läufer aus 110 Nationen starteten beim Genf-Marathon 2013

Ein buntes Läuferfeld nahm am Genf-Marathon 2013 teil. Maksim Pankratau siegte in 2:15:42 Stunden. Bei den Frauen schaffte es Belaynesh Bekele aus Äthiopien oben auf das Siegertreppchen.

Genf-Marathon Start

In diesem Jahr kamen 9.100 Läufer aus 110 Nationen nach Genf.

Bild: Manu Molle

Die Rekordzahl von 9.100 Läufern kam zum Genf-Marathon, um an einem der sechs Rennen am 4. und 5. Mai 2013 teilnahmen. Teilnehmer aus 110 Nationen gingen an den Start – mehr als die Hälfte der Welt war damit in Genf vertreten.

Der Genf-Marathon startete für 1.400 Läufer in Chene-Bourg bei besten Laufbedingungen. Dabei glänzte Maksim Pankratau bei seinem Marathon-Debüt mit einer beeindruckenden Leistung. Mit nur 25 Jahren war er der jüngste unter den Top-Läufern. „Ich laufe seit meiner Jugend professionell, mein Trainer hatte mich aber von den ganz langen Strecken noch ferngehalten. Letztes Jahr habe ich dann beim Halbmarathon debütiert, dieses Jahr war der Marathon an der Reihe. Ich bin überglücklich, dass ich hier in Genf gewonnen habe und würde gerne nächstes Jahr wiederkommen. Heute war es unterwegs ziemlich windig, und ich bin überzeugt, dass ich noch schneller laufen kann!“ Den zweiten Platz beim Genf-Marathon belegte Bedada Girma mit einer Zeit von 2:16:07, gefolgt von dem Franzosen Larbi Es-Sraidi 2:19:20.

Zieleinlauf beim Genf-Marathon: die Pont du Mont Blanc-Brücke.

Bild: Manu Molle

Im Frauenfeld schaffte es die Äthiopierin Belaynesh Bekele ganz oben auf das Siegertreppchen und setzte sich mit einer Zeit von 2:45:44 gegen die Vorjahressiegerin Yulia Vinokurova (2:49:48) durch. Platz drei belegte Christiane Lacombe mit 3:05:59.

Der Halbmarathon hatte an diesem Wochenende mit 4.500 Läufern das größte Feld am Start. Wie erwartet, entwickelte sich ein spannendes Rennen. Dabei gewann der eritreische Top-Läufer Tadesse Abraham mit einem neuen Streckenrekord von 1:03:55 Stunden. Nach hartem Kampf setzte sich Jaouad Oumellal aus Marokko als Zweiter mit 1:05:02 gegen den Drittplatzierten Sergio Monteiro Dias durch, der nach 1:07:52 das Ziel erreichte.

Bei den Frauen ging es ähnlich dramatisch zu: Vorjahressiegerin Aline Camboulives aus Frankreich wiederholte mit einer großartigen Leistung ihren Erfolg und verpasste dabei mit einer Zeit von 1:16:06 ihren eigenen Streckenrekord nur knapp. Zweite wurde Svetlana Pretot-Vinogradova mit 1:16:53. Als dritte erreichte Tenke Zoltani (1:20:34) das Ziel.

Erstmals in der Geschichte des Genf-Marathons gehörten zwei neue Wettbewerbe zum Programm des Marathon-Wochenendes. Im erstmalig ausgetragenen Halbmarathon für Rollstuhlfahrer und Handbiker lieferten sich die Weltklasse-Athleten Heinz Frei und Jean-Marc Berset, die beide zahlreiche olympische Medaillen gewonnen haben, ein spannendes Duell bis zur Ziellinie. Heinz Frei siegte schließlich mit einer Zeit von 0:35:53 vor Jean-Marc Berset (0:37:22). Der Drittplatzierte Ludovic Narce war ihnen dabei dicht auf den Fersen und erreichte das Ziel in 0:37:45.

Eine weitere Neuerung beim Genf-Marathon war in diesem Jahr der Staffel-Marathon, an dem 185 Mannschaften mit 1100 Läufern aus der ganzen Welt teilnahmen. Freunde, Familien und Arbeitskollegen bildeten Teams aus vier bis sechs Läufern, von denen jeder ein Teilstück der Strecke absolvierte. Die Länge des Abschnitte bewegte sich zwischen 3,7 und 9,2 km.

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