Marathon

2.500 Jahre – Marathon! Vom Ursprung bis heute.

Der Athen Classic Marathon startet seit 1983 jährlich auf der Originalstrecke.

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Bild: photorun.net

In Griechenland veranstaltete der nationale Leichtathletik-Verband SEGAS zunächst ab 1955 zweijährig einen Marathon für Topathleten auf der Originalstrecke, der aber natürlich die offizielle Streckenlänge von 42,195 km hatte. Mitte der 70er Jahre verschwand diese Veranstaltung, weil das Interesse der Eliteläufer sich auf leichtere Strecken konzentrierte und zudem anderswo zunehmend Preisgeld geboten wurde.

1983 startete SEGAS dann den Athens Classic Marathon, der seitdem jährlich auf der Originalstrecke veranstaltet wird.
Die Strecke von Marathon nach Athen ist außerordentlich schwer. Die ersten rund 12 km des Kurses sind flach und führen unter anderem um die Gedenkstätte der Schlacht von Marathon herum. Anschließend geht es zunächst allmählich und ab Kilometer 20 deutlich bergauf. Rund 10 km vor dem Ziel ist der höchste Punkt der Anhöhe zwischen Marathon und Athen erreicht. Von gut 200 Metern Höhe geht es dann mehr als 100 Meter bergab bis ins Ziel im Panathinaikon-Stadion. Die antike Arena wurde ursprünglich 330 vor Christus errichtet. Nach und nach zerstört, wurde das Stadion schließlich für die Olympischen Spiele 1896 neu errichtet.

Die langgezogene Marmor-Arena, deren Laufbahn nicht wie in heutigen Stadien üblich 400 sondern 333,33 Meter misst, war auch bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1997 und bei den Olympischen Spielen 2004 Zielpunkt des Marathons, der auf der historischen Strecke veranstaltet wurde.

Die Kursrekorde des Rennens wurden jeweils bei Olympia 2004 aufgestellt. In extremer Sommerhitze lief damals der Italiener Stefano Baldini 2:10:55 Stunden und die Japanerin Mizuki Noguchi gewann Gold nach 2:26:20. Die Veranstaltungsrekorde des Athens Classic Marathon halten der Kenianer Paul Lekuraa (2:12:42/2008) und die Russin Svetlana Ponomarenko (2:33:19/2007).

„Es könnte keinen besseren Ort geben als hier an der Gedenkstätte der Schlacht von Marathon, um unsere Verpflichtung gegenüber dem Laufsport, die auf Fairplay, Freundschaft und Frieden beruht, zu bekunden“, erklärte Paco Borao, der Vize-Präsident von AIMS, ein Jahr vor dem Jubiläum an der Gedenkstätte von Marathon.

„Als Königsdisziplin der Olympischen Spiele wird der Marathon sein Image von Ethik, Solidarität und Frieden weiter repräsentieren. AIMS“, so Paco Borao weiter, „hat sich dazu verschrieben, in Zusammenarbeit mit der IAAF den Laufsport weltweit weiter zu bewerben und das Wissen sowie die Erfahrung zwischen den Mitgliedsrennen auszutauschen, um unseren Sport weiter gut zu entwickeln. Millionen von Menschen betreiben den einfachsten, gesündesten und billigsten Sport im Leben: Laufen.“

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