Pollmächer im Interview

2:11 Stunden sind zu knacken

André Pollmächer in Paderborn

André Pollmächer beim Paderborner Osterlauf 2011.

Bild: Josef Rüter

RUNNER'S WORLD: Wie hat Ihr Frühjahrstraining denn ansonsten ausgesehen?
André Pollmächer: Im Februar und März war ich fünf Wochen in Monte Gordo an der portugiesischen Algarveküste, um bei besten Wetterbedingungen die Grundlagen für die Saison zu legen. Nach dem ersten echten Formtest am 17. April bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Griesheim und dem 10-Kilometer-Rennen beim Paderborner Osterlauf, bei dem auch diverse superschnelle Afrikaner am Start waren, folgt als nächstes das Halbmarathon-Abenteuer in Düsseldorf.

Wie wollen Sie sich für die Olympischen Spiele in London 2012 qualifizieren?
Bei meiner Marathon-Bestzeit von 2:13:09 Stunden 2009 in Düsseldorf habe ich nicht alles gegeben, vermutlich hätte ich schon da unter 2:13 laufen können. Ich bin im Training schon jetzt weiter als damals, und so setze ich auf den Herbst dieses Jahres. Ich darf bei meinem Weg nach London nicht auf die letzte Qualifikationsmöglichkeit im Frühjahr 2012 warten, sondern muss schon so früh wie möglich alles klarmachen: Die 2:11 Stunden muss ich diesen Herbst knacken.

Was ist für Ihr Lauftraining ­charakteristisch?
Ich trainiere überwiegend allein, selten im Stadion, viel im Wald, natürlich auch auf der Straße. Meine Laufumfänge lagen im Trainingslager in Portugal um die 240 Kilometer pro Woche, eine gelungene Einheit waren 5 x 5 Kilometer, der langsamste Abschnitt in 16:51 Minuten, der schnellste – und letzte – in 15:10 Minuten.

Ich lief auf einer leicht profilierten Runde, die Trabpause dauerte vier Minuten. Man kann das alles auf meiner Homepage nachlesen. Ich habe keine Geheimnisse und versuche meine Erfahrung und Einstellung zum Laufen über diese Seite an andere weiterzugeben: Versuche jeden Tag das Beste zu geben – und dann kommt, was kommt!

Bleibt die Zeit für ­andere Hobbys?
Ich höre gerne Musik – beim Laufen!

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André Pollmächer über sein Comeback