Starkes Männerfeld

14.000 Teilnehmer beim Düsseldorf-Marathon erwartet

Beim Düsseldorf-Marathon am Sonntag gehen sieben Läufer mit Bestzeiten von unter 2:10 Stunden ins Rennen. Favorit ist Duncan Koech. Veronica Pohl will EM-Norm.

Veronica Pohl

Veronica Pohl zeigte sich zuversichtlich bei der Pressekonferenz vor dem Düsseldorf-Marathon.

Bild: photorun.net

Der Streckenrekord ist das Ziel im Männer-Eliterennen des Düsseldorf-Marathons am Sonntag. Die Marke steht bei 2:08:27 Stunden und wurde im vergangenen Jahr von Seboka Diriba Tola aufgestellt. Der Äthiopier wird dieses Mal nicht am Start sein, doch das Feld ist in der Breite der Spitze so stark besetzt wie nie zuvor: Sieben Läufer gehen mit Bestzeiten von unter 2:10 Stunden ins Rennen. Seinen persönlichen Rekord von 2:15:34 unterbieten will Marcin Blazinski (SG Schramberg).

Für RUNNER’S WORLD werden die Fotografen Norbert Wilhelmi und Thomas Koch vor Ort sein. Ihre Bilder und einen Bericht zum Rennen finden Sie noch am Rennabend hier auf runnersworld.de.

Sehr gute Platzierungschancen hat im Rennen der Frauen währenddessen Veronica Pohl, die sich nach einem Marathon-Debüt von 2:34:59 in Frankfurt 2012 nun deutlich steigern könnte. Als Favoritin geht die Äthiopierin Melkam Gizaw (2:26:52) ins Rennen. Für den Düsseldorf-Marathon haben sich inklusive der Rahmenwettbewerbe bisher rund 14.000 Athleten angemeldet. Darunter sind 4.250 Marathonläufer.

„Wir haben sieben Läufer mit Bestzeiten von unter 2:10 Stunden verpflichtet, denn wir wollen spannende Rennen sehen und keine einsamen Sieger“, erklärte Christoph Kopp, der Sportliche Leiter des Rennens. Der schnellste Läufer im Feld kommt aus Kenia: Der 35-jährige Paul Biwott hat eine Bestzeit von 2:06:54 Stunden, die er vor zwei Jahren in Amsterdam aufstellte.

Seinem persönlichen Favoriten gibt Christoph Kopp in der Regel die Startnummer 7: Mit dieser Glückszahl wird am Sonntag Duncan Koech ins Rennen gehen. Der 31-jährige Kenianer war im vergangenen Jahr bereits Zweiter beim Düsseldorf-Marathon und lief mit 2:08:33 lediglich sechs Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel. „Ich bin gut vorbereitet und möchte am Sonntag meine Bestzeit unterbieten. Vielleicht ist eine Zeit um 2:07 Stunden möglich“, erklärte Duncan Koech, der bisher 2:07:53 erreichte. Seit der Kenianer 2008 seinen ersten Marathon lief, hat er sich jedes Jahr steigern können. Sein Vorbild heißt übrigens Eliud Kipchoge. „Wir kommen beide aus Kapsabet und sind fast Nachbarn. Am vergangenen Sonntag habe ich gesehen, dass Eliud in Hamburg gewann – da habe ich mich sehr gefreut“, erzählte Duncan Koech. Kipchoge lief bei seinem Marathon-Debüt eine Weltklassezeit von 2:05:30 Stunden.

Stark schätzt Duncan Koech vor allen seine beiden Landsleute Pius Ondoro (Bestzeit: 2:08:00) und Cosmas Kigen (2:09:43) ein. Zu beachten sein werden aber auch der zweimalige Sieger des Athen-Marathons (2010 und 2012), Raymond Bett (Kenia/2:11:32), sowie eine Gruppe von Äthiopiern: Solomon Tsige Asfaw (2:09:01), Dereje Debele Tulu (2:09:08) und Haylu Dogaga Abebe (2:09:34). Dagegen mussten die Veranstalter die kurzfristige, verletzungsbedingte Absage des kenianischen Weltklasseläufern Duncan Kibet (2:04:27) hinnehmen, der beim Düsseldorf-Marathon ein Comeback starten wollte.

Bei voraussichtlich guten Wetterbedingungen darf man gespannt sein, inwieweit sich Marcin Blazinski (SG Schramberg/2:15:34) steigern kann. Der aus Polen stammende Läufer ist inzwischen für Deutschland startberechtigt. Bei einer deutlichen Verbesserung könnte er sogar noch in die Bereiche der deutschen Qualifikationszeiten für die Weltmeisterschaften kommen, die im Sommer in Moskau stattfinden. Die A-Norm steht bei 2:12:45 Stunden, die B-Norm von 2:14:00 könnte jedoch auch ausreichen.

Die WM-Richtwerte im Hinterkopf hat auch Veronica Pohl, die im vergangenen Jahr ein gutes Marathondebüt in Frankfurt lief (2:34:59 Stunden). „Meine Vorbereitung war richtig gut, ich freue mich auf das Rennen am Sonntag“, sagte die 27-Jährige, die in Trainingslagern in Spanien und Kenia von der früheren Weltklasseläuferin Katrin Dörre-Heinig betreut wurde.

„Mein Ziel ist die Europameisterschafts-Norm für Zürich 2014 zu unterbieten, die bei 2:32:30 steht. Ich will die erste Hälfte am Sonntag etwa in 1:16 Stunden laufen und ab 30 km dann alles geben. Wer weiß, vielleicht kann ich dann sogar noch die WM-Norm von 2:30:30 angreifen“, sagte Veronica Pohl, die auch sehr gute Platzierungschancen beim Düsseldorf-Marathon hat. Denn es gibt nur eine Läuferin auf der Startliste mit einer persönlichen Bestzeit von unter 2:30 Stunden: Die Äthiopierin Melkam Gizaw (2:26:52) geht als große Favoritin an den Start. Sie war im vergangenen Jahr bereits Dritte beim Düsseldorf-Marathon mit 2:27:50. Allerdings könnten auch zwei afrikanische Debütantinnen eine Rolle spielen: Rebecca Chesire (Kenia) und Addisalem Demeke Mekonnen (Äthiopien).

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