Wien-Marathon 2014

13 Läufer mit Bestzeiten von unter 2:10

Der Wien-Marathon startet am 13. April 2014 mit dem besten Elitefeld seiner Geschichte. Anna Hahner hat eine Chance auf eine Top-3-Platzierung.

Wien-Marathon 2013 - Bilder
Feleke Sugut Wien-Marathon 2014

Getu Feleke und Titelverteidiger Henry Sugut (rechts) sind bereit für den Vienna City Marathon.

Bild: photorun.net

Der Vienna City Marathon wird am 13. April 2014 mit dem hochklassigsten Männer-Elitefeld seiner Geschichte gestartet. Für die 31. Auflage des Rennens wurden gleich 13 Läufer mit Bestzeiten von unter 2:10 Stunden verpflichtet – in dieser Hinsicht übertrifft Wien sogar den London-Marathon. Nur in Boston stehen in diesem Frühjahr am Ostermontag noch ein paar mehr Läufer mit Bestzeiten von unter 2:10 am Start.

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Am 13. April 2014 könnte sich in Wien ein Zweikampf zwischen dem kenianischen Titelverteidiger Henry Sugut und Getu Feleke entwickeln. Mit einem persönlichen Rekord von 2:04:50 Stunden ist der Äthiopier der schnellste Läufer, der jemals für den Wien-Marathon verpflichtet wurde. Sugut ist der Kursrekordler mit 2:06:58.

Bei den Frauen gilt die Kenianerin Caroline Chepkwony als Favoritin. Ein kleines Fragezeichen steht hinter der Form von Mai Ito (Japan), während Anna Hahner (Run2Sky/Gengenbach) ebenso wie die Russin Olga Glok Chancen auf eine Top-Drei-Platzierung hat. Lauf-Wettbewerbe über kürzere Distanzen hinzugerechnet, haben die Veranstalter für den Vienna City Marathon die Rekordzahl von 42.000 Meldungen registriert. Das Rennen, das um 9 Uhr gestartet wird, ist online im Live Stream zu sehen auf: www.vienna-marathon.com

„Es ist eine große Motivation für mich, mit der Chance an den Start zu gehen, hier zum vierten Mal gewinnen zu können“, erklärte Henry Sugut, der in Wien bereits 2010, 2012 und 2013 triumphierte. Vor zwei Jahren lief der inzwischen 28-Jährige den aktuellen Streckenrekord von 2:06:58. Vier Wien-Siege hat in der Geschichte des Traditionsrennens noch kein Läufer erreicht. „Mein Training lief gut und ich bin bereit für eine persönliche Bestzeit“, sagte Henry Sugut, der in Eldoret zu Hause ist, jedoch hauptsächlich in Kaptabet trainiert.

„Der schwierigste Teil in einem Marathon ist für mich, wenn die Tempomacher aussteigen“, erklärte Sugut. Geplant ist, dass die Pacemaker am Sonntag die Halbmarathon-Marke nach 63:00 Minuten passieren und dann noch bis zum 30-km-Punkt weiterlaufen. „Es hängt dann davon ab, wie ich mich fühle. Wenn es geht, werde ich danach versuchen zu attackieren und mich abzusetzen.“

Zweikampf zwischen Sugut und Feleke beim Wien-Marathon

Angesprochen auf die große Rivalität zwischen den kenianischen und äthiopischen Langstreckenläufern, erklärte Sugut: „Eigentlich sind wir befreundet. Aber ab einem bestimmten Punkt im Rennen werden alle andere Läufer zu Gegnern. Wir werden uns gegenseitig unterstützen. Aber nach der 30-km-Marke hört der Spaß auf!“ Genauso sieht es auch Getu Feleke. Der Äthiopier könnte der stärkste Gegner von Henry Sugut sein.

Felekes Marathonkarriere begann vor fünf Jahren in Wien, als die Veranstalter in einem einmaligen Lauf ausschließlich Debütanten für das Eliterennen zuließen. Der Äthiopier wurde damals Siebenter in 2:11:47. „Für mich war das damals ein guter Start. Ich hatte keine Ahnung vom Marathon“, erinnerte sich Feleke, der sich dann deutlich steigerte. In Rotterdam lief er 2012 als Zweiter seine Bestzeit von 2:04:50.

Neben Feleke und Sugut sind fünf weitere Athleten am Start, die bereits unter 2:08 Stunden gelaufen sind. Alle kommen aus Kenia: Philip Kimutai (2:06:07), John Kiprotich (2:07:08), der den Wien-Marathon 2011 gewann, Alfred Kering (2:07:11), Moses Kigen (2:07:45) und Duncan Koech (2:07:53).

Caroline Chepkwony Favoritin beim Wien-Marathon

Im Frauenrennen gibt es mit Caroline Chepkwony eine Favoritin. Es war die Wien-Marathon-Siegerin des vergangenen Jahres, Flomena Cheyech, die ihrer Trainingspartnerin Chepkwony empfahl, den Wien-Marathon zu laufen.

Die 28-jährige Kenianerin geht nun mit einer Bestzeit von 2:27:27 an den Start. „Ich habe im März den Rom-Ostia-Halbmarathon in 68:48 Minuten gewonnen. Deswegen gehe ich hier mit einem guten Gefühl an den Start. Ich möchte meine Bestzeit auf etwa 2:25 Stunden steigern“, sagte die Kenianerin, die vor zwei Jahren auch die BIG 25 Berlin gewonnen hatte. Damals lief sie über die 25-km-Strecke gute 1:22:56 Stunden.

Caroline Chepkwony trainiert in Iten, wo sich auch Anna und Lisa Hahner rund einen Monat lang auf ihre Frühjahrs-Marathonstarts vorbereitet haben. „Ich habe die beiden dort beim Training getroffen, aber wir sind in verschiedenen Gruppen gelaufen“, erzählte Chepkwony.

Während Mai Ito auf der Pressekonferenz sagte, sie sei nach Wien gekommen, „nicht um Rekorde zu brechen sondern um zu gewinnen“, bleibt abzuwarten, ob sie wirklich in entsprechender Form ist. Denn nicht einmal zwei Monate ist es her, dass sie beim Tokio-Marathon in 2:28:36 Platz sieben belegt hatte. „Tokio war für mich ein hartes Training für den Wien-Marathon“, erklärte die Japanerin, die eine Bestzeit von 2:25:26 aufweist.

Neben Anna Hahner (2:27:55) sind dann noch drei weitere Läuferinnen im Feld, die Bestzeiten von unter 2:30 haben: die Russin Olga Glok (2:27:18), die Kenianerin Alice Chelangat (2:26:36) und die Äthiopierin Marta Lema (2:28:02).

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