Irina Mikitenko

„Ich habe weiter Spaß am Marathon“

Irina Mikitenko hofft nach einem schwerem Jahr auf einen gelungenen Abschluss beim Chicago-Marathon. Das ausführliche Interview.

Irina Mikitenko

Irina Mikitenko.

Am kommenden Sonntag (10. Oktober) startet Irina Mikitenko beim Chicago-Marathon. Für die 38-jährige Läuferin des TV Wattenscheid, die in den vergangenen beiden Jahren jeweils die World Marathon Majors (WMM)-Serie für sich entschied und dabei zweimal in London (2008 und 2009) sowie einmal in Berlin (2008) gewann, war es bisher kein gutes Jahr. Beim London-Marathon stoppte sie eine Verletzung und in der Folge verpasste sie die EM-Qualifikation über 10.000 m. In Chicago, wo Irina Mikitenko vor einem Jahr Rang zwei belegte, will sie sich nun zurückmelden. Vor ihrem Start gab sie das folgende Interview:

Ihr letzter Start bei einem großen Rennen war beim London-Marathon im April, wo Sie jedoch verletzungsbedingt aufgaben. Auf den Newcastle-Halbmarathon mussten Sie aufgrund einer Erkältung im September verzichten. Wie geht es Ihnen jetzt?

Irina Mikitenko: Es geht mir jetzt wieder gut und ich blicke optimistisch in Richtung Chicago. Ob ich durch die Erkältung noch Nachwirkungen habe, wird sich aber erst beim Rennen herausstellen. Es ist immer ärgerlich, wenn so etwas in der Vorbereitung auf ein großes Rennen passiert, aber es ist nicht zu ändern. Ich muss aus der Situation das Beste machen und hoffe, dass in den verbleibenden Tagen bis zum Chicago-Marathon alles glatt geht.

Mit welchen Zielen gehen Sie ins Rennen?

Irina Mikitenko: Es ist wie immer: Ich fahre nicht nach Chicago, um dort zu verlieren. Natürlich ist die Konkurrenz sehr stark. Aber ich bin jetzt einige Marathonrennen gelaufen, habe Erfahrung gesammelt und konnte insgesamt mit Ausnahme der Zeit der Erkältung gut trainieren. Was ein Zeitziel angeht, so ist dies sehr schwer zu sagen, denn man weiß in Chicago nie wie das Wetter wird – es kann warm sein oder auch kalt. Aber ich bin auf alles vorbereitet und will vorne dabei sein.

Wer sind Ihre schärfsten Gegnerinnen? Ist die Titelverteidigerin und London-Siegerin dieses Jahres, die Russin Liliya Shobukhova, die Stärkste?

Irina Mikitenko: Sie ist sicherlich stark, aber es geht nicht nur um Liliya Shobukhova. Am Start sind jetzt auch die Äthiopierinnen Atsede Baysa, die den Paris-Marathon gewonnen hat, Askale Magarsa, die vor zwei Jahren hinter mir beim Berlin-Marathon Zweite war, und Mamitu Daska, die im Januar den Dubai-Marathon gewann. Sie wurden alle nachträglich verpflichtet. Mit der Russin und Atsede Baysa sind die zwei schnellsten Marathonläuferinnen dieses Jahres im Rennen. Schwer einzuschätzen ist die Japanerin Naoko Sakamoto und zu beachten ist auf jeden Fall auch die Russin Lidiya Grigoryeva, die vor zwei Jahren in Chicago gewonnen hat. Die Konkurrenz ist deutlich stärker als vor einem Jahr.

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