Irina Mikitenko

„Es gibt immer eine Chance“

"Mir fehlte die Kraft", berichtete Irina Mikitenko nach dem siebten Platz beim London-Marathon. Im Interview sprach sie darüber, was das für ihre Olympia-Chancen bedeutet.

Irina Mikitenko

Irina Mikitenko in London.

Bild: photorun.net

Mit einem siebenten Platz beim hochkarätig besetzten Virgin London-Marathon in 2:24:53 Stunden hat sich Irina Mikitenko gut geschlagen. Nach dem Rennen gab die Läuferin des SC Gelnhausen das folgende Interview.

Wie bewerten Sie Ihr Rennen in London, das auch eine Art Generalprobe für Olympia war?

Irina Mikitenko: Ich konnte nicht das laufen, was eigentlich möglich gewesen wäre. Ich hatte eine bessere Zeit erwartet. Deswegen bin ich etwas enttäuscht. Aber wenigstens war ich die beste nicht-afrikanische Läuferin, das war mir wichtig. Mir fehlte einfach die Kraft, deswegen war nicht mehr möglich. Ich musste 30 Kilometer alleine laufen und es war teilweise windig, da ist es dann schwer. Wenn man in London einmal aus der Führungsgruppe herausgefallen ist, dann ist man meist auf sich alleine gestellt. Das ist hier wie bei einem Meisterschaftsrennen. Andererseits ist es gerade deswegen auch ein wichtiger Test für Olympia.

Wer sind die Favoritinnen beim olympischen Marathon?

Irina Mikitenko: Natürlich sind die Kenianerinnen um Mary Keitany die Favoritinnen. Sie sind enorm stark zurzeit. Die Äthiopierinnen sind dagegen in Reichweite, mit ihnen kann ich kämpfen.

Sehen Sie noch eine Chance auf eine Medaille?

Irina Mikitenko: Wenn ich mir sage, ich habe keine Chance, dann fehlt mir die Motivation. Nur bei Olympia teilzunehmen, das brauche ich nicht. Ein Marathon bei Olympia hat immer seine eigenen Gesetze – da ist vieles möglich, wie wir zum Beispiel vor vier Jahren gesehen haben, als Constantina Dita gewann. Es gibt immer eine Chance.

Wie fühlen Sie sich jetzt nach dem Virgin London-Marathon mit Blick auf Olympia?

Irina Mikitenko: Die Beine wollten zwar nicht so richtig, aber sonst war alles okay. Ich bin ganz froh, dass ich mich nicht so kaputt fühle – das ist ein gutes Zeichen für Olympia. Ich hoffe, dass ich deswegen nicht so viel Zeit für die Regeneration benötige und bald wieder mit der neuen Marathon-Vorbereitung beginnen kann.

Wie sieht der Ablauf aus, bevor Sie nach London zurückkehren?

Irina Mikitenko: Ich werde mich jetzt rund zwei Wochen erholen und danach vielleicht noch bei einem kürzeren Straßenlauf starten. Mitte Mai fahre ich in ein erstes dreiwöchiges Höhentraining nach St. Moritz. Im Sommer folgt vor Olympia dort ein zweites Trainingslager.

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Bildergalerie: London-Marathon 2012
Foto: Norbert Wilhelmi

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