Hamburg-Marathon 2014

12.841 Finisher bei Deutschlands größtem Frühjahrsmarathon

Der Äthiopier Shumi Dechasa triumphierte in 2:06:44 Stunden beim Hamburg-Marathon 2014. Julian Flügel und Katharina Heinig gelang die EM-Qualifikation.

Hamburg-Marathon 2014 - Die Fotos
Hamburg-Marathon 2014

Die Strecke des Hamburg-Marathon 2014 führt vorbei an den berühmten Landungsbrücken am Hafen.

Bild: Norbert Wilhelmi

Im zweiten Anlauf hat Shumi Dechasa den Hamburg-Marathon gewonnen: Der Äthiopier triumphierte am Sonntag in 2:06:44 Stunden und sorgte für das beste Resultat des Tages. Dechasa war vor zwei Jahren bereits Vierter beim größten deutschen Frühjahrs-Marathon. Schnellste Frau war in Hamburg die favorisierte Georgina Rono. Die Kenianerin gewann in 2:26:48. Zwei deutsche Läufer zeigten gute Leistungen: Auf Platz 14 lief Julian Flügel (LG Telis Finanz Regensburg) mit 2:15:39 Stunden ein gelungenes Debüt. Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) erreichte mit 2:33:56 eine persönliche Bestzeit und kam damit auf Rang neun. Rund 13.300 Marathonläufer gingen in Hamburg an den Start, 12.841 finishten nach 42,195 Kilometern.

Für runnersworld.de war unser Fotograf Norbert Wilhelmi vor Ort und hat die schönsten Momente des Hamburg-Marathon 2014 mit seiner Kamera festgehalten. Seine besten Bilder zeigen wir in der umfangreichen Fotogalerie weiter oben.

Frischer Wind beim Hamburg-Marathon 2014

Kühle Temperaturen, dunkle Wolken und teilweise auch Wind waren keine idealen Bedingungen für das Rennen, das bereits im Vorfeld unter der Absage von Haile Gebrselassie (Äthiopien) und weiterer Topathleten gelitten hatte. Dennoch entwickelte sich bei den Männern ein gutes Rennen. Die Tempomacher führten eine große Spitzengruppe nach 63:31 Minuten durch die Halbmarathonmarke. Immer noch neun Läufer rannten bei Kilometer 30 in der Führungsgruppe. Dieser Punkt war nach 1:30:31 Stunden erreicht. Auf dem nächsten 5-km-Abschnitt fiel eine Vorentscheidung. Shumi Dechasa und der Kenianer Eric Ndiema verschärften das Tempo und liefen diese 5 km in 14:35 Minuten. Dem Äthiopier gelang es dann, vor der 40-km-Marke auch Ndiema hinter sich zu lassen.

Der 24-jährige Dechasa lief in Hamburg zu seinem ersten Marathonsieg seiner Karriere und steigerte seine Bestzeit auf 2:06:44 Stunden. Vor zwei Jahren hatte er in Hamburg als Vierter 2:07:56 erreicht. Hinter ihm folgten am Sonntag die Kenianer Eric Ndiema und Philemon Rono mit 2:07:01 beziehungsweise 2:07:08 auf den Rängen zwei und drei. Neun Läufer erreichten Zeiten unter 2:10 Stunden.

Ein prima Marathon-Debüt lief Julian Flügel, der ein insgesamt sehr gleichmäßiges Tempo durchhalten konnte. Mit einer Halbmarathon-Bestzeit von 65:49 Minuten ins Rennen gegangen, erreichte er diesen Punkt nach 67:42. Mit seiner Zielzeit von 2:15:39 ist der 28-Jährige Zweiter in der deutschen Jahresbestenliste.

Der Rennverlauf bei den Frauen

Vergleichsweise nicht so schnell war das Rennen der Frauen. Eine sechsköpfige Spitzengruppe erreichte die Halbmarathonmarke nach 1:13:57 Stunden. Entscheidend war dann die Phase zwischen den Kilometerpunkten 30 und 35. Hier forcierte Georgina Rono, die sich 2012 als Zweite des BMW Frankfurt-Marathon auf hochklassige 2:21:39 Stunden gesteigert hatte, das Tempo und konnte sich absetzen. Nachdem sie den 5-km-Abschnitt in 16:35 Minuten absolviert hatte – ein Tempo, das übertragen auf die gesamte Marathondistanz für eine 2:20-Zeit gut ist –, lag sie 24 Sekunden vor Winny Jepkorir (Kenia) und Dinknesh Mekash (Äthiopien).

Für die 29-jährige Siegerin, die nach 2:26:48 im Ziel war, war es der dritte Marathonsieg ihrer Karriere. 2011 hatte sie jeweils in Hannover und Eindhoven gewonnen. Hinter Rono belegten Mekash (2:27:30) und Jepkorir (2:27:57) die Plätze zwei und drei.

Als Neunte erreichte Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) in 2:33:56 das Ziel und unterbot damit immerhin die B-Norm für die Europameisterschaften, die im August in Zürich stattfinden. Sollte es ein deutsches Frauen-Team bei der EM geben, wonach es zurzeit noch aussieht, wäre die 24-jährige Tochter der früheren Weltklasseläuferin Katrin Dörre-Heinig dabei. Katharina Heinig lief in Hamburg die erste Hälfte in 1:15:38 Stunden. Dieses Tempo konnte sie dann nicht halten, doch sie unterbot ihre bisherige Bestzeit um 24 Sekunden.