Halbmarathon Ústí nad Labem

Zwei Streckenrekorde in Ústí nad Labem

Beim Mattoni Halbmarathon Ústí nad Labem brachen die Kenianer sowohl den Streckenrekord der Männer als auch den der Frauen.

Halbmarathon Usti nad Labem

Josephine Chepkoech (KEN) gewinnt den Halbmarathon in Ústí nad Labem.

Bild: Run Czech

Die Kenianer Philemon Limo und Josephine Chepkoech brachen jeweils die Streckenrekorde und erzielten international gute Zeiten beim Mattoni Ústí nad Labem-Halbmarathon am Sonntag, den 15. September 2013. In der nordtschechischen Stadt gewann bei guten Wetterbedingungen Limo in 60:38 Minuten, Chepkoech benötigte für die 21,0975-km-Distanz 69:08 Minuten.

Im Männerrennen hatte eine siebenköpfige Spitzengruppe die 10-km-Marke nach 28:29 Minuten erreicht. Kurz danach forcierte Philemon Limo das Tempo. Zunächst konnten noch drei Läufer mit dem Kenianer mithalten: Sein Landsmann Julius Lomerinyang sowie die beiden Äthiopier Abebe Negewo und Tamirat Tola. Fünf Kilometer vor dem Ziel entwickelte sich dann ein Zweikampf zwischen Negewo und Limo.

Der Äthiopier blieb Limo bis zum Schluss auf den Fersen und hatte somit einen Anteil an dem Streckenrekord. Negewo wurde mit nur zwei Sekunden Rückstand in 60:40 Minuten Zweiter. Die folgenden Plätze erliefen sich mit Zeiten unter 62 Minuten Julius Lomerinyang (61:15) und Tamirat Tola (61:27).

Der Sieger des Halbmarathons in Ústí nad Labem: Philemon Limo aus Kenia.

Bild: Run Czech

„Ich bin jetzt wieder da wo ich sein möchte, was meine Form angeht“, erklärte Philemon Limo, der seinen eigenen, zwei Jahre alten Streckenrekord in Usti nad Labem um 19 Sekunden unterbot. In den letzten Monaten hatte Limo unter Knieproblemen gelitten. „Den Streckenrekord gebrochen zu haben, das ist ein Bonus für mich. Denn ich hatte nicht erwartet, dass ich das schon wieder schaffen würde. Aber ich fühlte mich gut und habe alles gegeben.“

Im Rennen der Frauen hatte sich Josephine Chepkoech, die acht Tage zuvor bereits das 10-km-Abendrennen in Prag gewonnen hatte, frühzeitig an die Spitze gesetzt. Nur kurzzeitig konnte ihre kenianische Landsfrau Caroline Chepkwony mithalten. Danach war es für Josephine Chepkoech ein Rennen gegen die Uhr. Am Ende reichte es knapp zum Streckenrekord. Mit 69:08 Minuten blieb sie vier Sekunden unter der alten Bestmarke und war die einzige Läuferin, die eine Zeit unter 70 Minuten erreichte.

Caroline Chepkwony (70:52) und Betelhem Moges (Äthiopien/72:07) folgten auf den Rängen zwei und drei. „Ich war mir lange Zeit nicht sicher, ob ich den Kursrekord brechen würde. Es war ein gutes Rennen für mich“, sagte Josephine Chepkoech.