Berlin-Marathon 2016

Wilson Kipsang und Kenenisa Bekele treffen aufeinander

Die Langstrecken-Superstars Wilson Kipsang und Kenenisa Bekele werden beide am 25. September beim Berlin-Marathon starten.

Berlin-Marathon 2015 - Best of Wilhelmi
Kenenisa Bekele startet zum ersten Mal bei einem Straßenlauf in Deutschland.

Kenenisa Bekele startet zum ersten Mal bei einem Straßenlauf in Deutschland.

Bild: photorun.net

Die Langstrecken-Superstars Wilson Kipsang und Kenenisa Bekele treffen am 25. September beim BMW Berlin-Marathon aufeinander. Während der Kenianer Kipsang das Rennen bereits gewann und dabei 2013 mit 2:03:23 Stunden einen Weltrekord aufstellte, wird der Äthiopier Bekele erstmals bei einem deutschen Straßenrennen starten.

Der 34 Jahre alte Wilson Kipsang reihte sich 2013 in eine illustre Liste von Läufern ein, die verantwortlich sind dafür, dass der BMW Berlin-Marathon als schnellster Marathon der Welt gilt. Die Rekordzahl von insgesamt neun Weltrekorden wurden bei dem Rennen bisher aufgestellt. Seit Paul Tergat (Kenia) 2003 mit 2:04:55 in Berlin Weltrekord lief, wurden die folgenden fünf Weltrekorde über die klassische Distanz von 42,195 km allesamt in der deutschen Hauptstadt aufgestellt, zuletzt 2014 (Dennis Kimetto/2:02:57). Wilson Kipsang erreichte nach seinem Sieg 2013 in Berlin bei seinen beiden folgenden Marathon-Starts 2014 in London und New York ebenfalls als Erster das Ziel.

„Ich freue mich, dass ich nach Berlin zurückkommen werden, wo ich 2013 meinen Weltrekord aufstellte. Denn ich mag die Berliner Strecke sehr. Es wird mein Ziel sein, so schnell wie möglich zu laufen. Ich renne gerne gegen starke Konkurrenz. Deswegen freue ich mich, dass Kenenisa Bekele ebenfalls in Berlin laufen wird. Ich hoffe, wir können uns gegenseitig zu einer schnellen Zeit treiben. Natürlich wird vieles vom Wetter abhängen und davon, ob die Tempomacher ihre Arbeit wieder so gut machen wie bei meinem Rekordrennen oder beim Weltrekord von Dennis Kimetto ein Jahr später“, sagte Wilson Kipsang, der auf die Möglichkeit einer Olympia-Nominierung selbst verzichtet hatte. „Athletics Kenya hatte mich gefragt, ob ich Interesse hätte, in Rio zu laufen. Aber aufgrund meiner schlechten Erfahrungen bei warmem und schwülem Wetter bei den Weltmeisterschaften in Peking vor einem Jahr sagte ich ihnen, dass sie mich nicht nominieren sollten. Ich möchte nicht wieder in solchen Bedingungen laufen - das ist nicht mein Wetter“, erklärte Wilson Kipsang.

Kenenisa Bekele ist für viele der beste Bahn-Langstreckler und Crossläufer aller Zeiten. Dreimal war der inzwischen 34-Jährige Olympiasieger, fünfmal Weltmeister über 5.000 beziehungsweise 10.000 m. Elfmal hieß der Cross-Weltmeister über die Kurz- und Langdistanz Kenenisa Bekele. Noch heute hält er die Weltrekorde über 5.000 und 10.000 m.

Doch im Marathon lief es bisher noch nicht richtig gut für Kenenisa Bekele. 2014 gewann er zwar sein Debüt in Paris mit einer Streckenrekordzeit von 2:05:04 Stunden - das ist immer noch seine Bestzeit -, doch nach einem vierten Rang in Chicago mit 2:05:51 folgte 2015 in Dubai eine verletzungsbedingte Aufgabe. Erst in diesem Jahr kam er in London zurück und überzeugte als Dritter mit 2:06:36. Dass Kenenisa Bekele trotzdem nicht für den Olympia-Marathon nominiert wurde, war eine Überraschung und nicht nachvollziehbar. Damit wurde ihm auch die Chance genommen, ein Stück Sportgeschichte zu schreiben. Erst zwei Athleten ist es in der Geschichte der Olympischen Spiele gelungen, neben den 5.000 und den 10.000 m auch den Marathon zu gewinnen: Hannes Kolehmainen (Finnland) schaffte dies vor gut 100 Jahren, der legendäre Tscheche Emil Zatopek erreichte 1952 in Helsinki einen einmaligen Gold-Hattrick.

Vielleicht kann Kenenisa Bekele nun in Berlin ein anderes Stück Marathon-Geschichte schreiben.

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