Cross Days Berlin 2013

Wildes Cross-Wochenende in Berlin

Am 26. Oktober feierte der älteste Crosslauf Deutschlands sein 50. Jubiläum, am Tag darauf bot die Cross Challenge den Teilnehmern tiefen Schlamm und hohe Hindernisse.

Cross Challenge Berlin 2013 - Die Fotos
Wildes Cross-Wochenende in Berlin Artikel

Auch beim Cross-Country-Lauf galt es Hindernisse zu überwinden.

Bild: Veranstalter

Tradition traf Moderne in der Döberitzer Heide am letzten Oktoberwochenende 2013 in Berlin. Der Samstag war einem Jubiläum vorbehalten. Sonnenschein und 18 Grad sorgten für den Rahmen der 50. Auflage des ältesten deutschen Crosslaufes. Der Cross-Country-Lauf wurde 1964 von mehreren Studenten der FU Berlin gegründet, darunter Horst Milde, der später über viele Jahre den Posten des Renndirektors beim Berlin-Marathon bekleidete und in der Woche zuvor seinen 75. Geburtstag beging.

1.115 Läufer ließen es sich nicht nehmen, am fünfzigjährigen Jubiläum dieses Laufes teilzunehmen. Sieger im Hauptlauf über 9 km wurde Hannes Liebach vom gastgebenden SSC Berlin vor Sebastian B. Dennis (LG Nord Berlin) und Samalya Schäfer (SRI Chinmoy). Bei den Frauen gewann Karsta Parsiegla, SSC Berlin, und verwies Ursula Brümmer und Edda Manusch auf die Plätze. Im Startzielbereich herrschte Festival-Atmosphäre: Country-Musik sorgte für Western-Stimmung, passend zum Motto der Veranstaltung „Wilder Westen, Lagerfeuer und Country Music zum 50. Cross-Country-Lauf“.

Cross-Country-Lauf Berlin 2013 - Die Fotos

Beim Cross-Challenge mussten die Läufer ein Bad im Schlammwasser nehmen.

Bild: Veranstalter

Erst zum 2. Mal fand nur einen Tag nach dem Crosslauf die Cross-Challenge statt, die sich dafür umso größeren Zuspruchs erfreute. Seit Wochen waren alle 1.550 Startplätze restlos ausgebucht. Die Teilnehmer müssen einen Hindernisparcours überwinden, der sie vor die verschiedensten Aufgaben stellt: Ein Schlammwasserbad mit anschließender Kriechpassage gehören ebenso zum Parcours wie Kletterwände, Matschhügel und ein Bällebecken kurz vor dem Ziel.

Eine Bildergalerie mit spektakulären Fotos von der Cross-Challenge finden Sie über diesem Artikel, die Bilder vom traditionellen Crosslauf in der Mitte dieser News.

Angeboten werden eine sogenannte Pink Lane über 13,3 km (1 Runde) und eine Black Lane über 26,6 km (2 Runden) für Hartgesottene. Außerdem gibt es eine Bambini Challenge für Kinder (Jahrgang 2003 und jünger). Auf der langen Distanz war wie schon im vergangenen Jahr Fabian Hirt (Moll Marzipan) nicht zu schlagen. Der Premierensieger hatte sich bereits nach der ersten Runde einen Vorsprung von 2 Minuten herausgearbeitet, den er in der zweiten Runde stetig ausbaute und so seinen Vorjahreserfolg in 2:01:23 ungefährdet wiederholte. Bemerkenswerterweise liefen die ersten Sechs über die Black Lane Distanz ihre erste Runde schneller als der Sieger über die Pink Lane, Marc Böhme von der LG Süd Berlin (1:06:03). Bei den Frauen triumphierte auf der Black Lane Katja Czerr (Konditorei Czerr) in 2:39:57, das Rennen über die Pink Lane konnte Freya von Negenborn (Die Jodeldiplomer) in 1:15:45 für sich entscheiden.

Ein 52 Jahre alter Mann aus Berlin, der auf der 26-km-Strecke an den Start gegangen war, brach nach 10 km zusammen. Sofort eingeleitete Rettungsmaßnahmen blieben erfolglos. Die Todesursache ist nicht bekannt.