Europameisterschaften

Wie schnell ist Mockenhaupt im Endspurt?

Sabrina Mockenhaupt plant im Herbst einen Marathonstart. Ob ihre Spritzigkeit darunter leidet, muss sich noch zeigen.

Langstreckenläufe_EM_Vorbereitung

Bei der Leichtathletik-EM könnte es zu einem schnellen Finale kommen.

Bild: photorun.net

In einem schnellen Rennen wird die Jagd auf eine Medaille für Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon) schwerer werden. Zumal die Portugiesinnen, auch unabhängig von Abeylegesse, sich gegenseitig mit wechselnder Tempoarbeit helfen könnten. Während Ines Monteiro (Portugal) mit 31:13,58 Minuten klar die europäische Jahresbestenliste anführt, ihr Start allerdings nicht sicher ist, liegen ihre Landsfrauen Jessica Augusto (31:19,15) und Sara Moreira (31:26,55) im Bereich von Sabrina Mockenhaupt, die in diesem Jahr bisher 31:23,86 erreichte. Die andere Frage ist: Wie spritzig wird Sabrina Mockenhaupt, die zurzeit aufgrund des Marathon-Startes im September auch viel Umfang trainiert, im Falle einer Spurtentscheidung sein? Ebenfalls zu beachten sein werden die beiden russischen Marathonläuferinnen Liliya Shobukhova und Inga Abitova. Dieses Finale kann sehr spannend werden.

Auch über 5.000 m ist Elvan Abeylegesse die schnellste gemeldete Läuferin (Bestzeit: 14:24,68). Drei weitere Athletinnen haben hinter der Türkin die besten Chancen im Kampf um die Silber- und Bronzemedaillen: Jessica Augusto, die wie Abeylegesse einen Doppelstart anstrebt, sowie Mariya Konovalova (Russland) und Alemitu Bekele (Türkei). Sabrina Mockenhaupt ist zwar auch über 5.000 m gemeldet, dürfte aber kaum über diese Strecke starten, da die Vorbereitung auf den Berlin-Marathon am 26. September nach dem 10.000-m-Rennen im Vordergrund steht. Gespannt sein darf man in Barcelona auf Karoline Grovdal. Die junge Norwegerin ist über 5.000 und 10.000 m gemeldet. Im vergangenen Dezember gewann sie bereits den Juniorentitel bei der Cross-EM.

Über 3.000 m Hindernis ist Weltmeisterin Marta Dominguez die Frau, die es zu schlagen gilt. Die Spanierin war ursprünglich mit Blick auf die EM im eigenen Land von den Langstrecken auf die Hindernisse umgestiegen. Dort war sie jedoch auf Anhieb derart erfolgreich, dass sie 2009 sogar WM-Gold gewann. Vor vier Jahren hatte sie bei der EM noch die 5.000-m-Distanz für sich entschieden. Die Russin Yulia Zarudneva und die Polin Wioletta Frankiewicz sind jene beiden, die voraussichtlich am ehesten Marta Dominguez gefährden könnten.

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Deutsche Hoffnungen ruhen auf Mockenhaupt