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Weltrekordlerin Meseret Defar jetzt auch Weltmeisterin

Weltrekordlerin Meseret Defar siegte in Osaka souverän über 5.000 Meter.

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Meseret Defar feiert ihren WM-Sieg.

Bild: www.photorun.net

Die Weltrekordlerin ist jetzt auch Weltmeisterin: Meseret Defar stürmte mit einem fulminanten Schlussspurt bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften von Osaka zum Gold über 5.000 Meter. Im Juni hatte die 23-jährige Äthiopierin in Oslo mit 14:16,63 Minuten den Weltrekord über diese Strecke deutlich verbessert, jetzt reichten ihr im Nagai-Stadion nach einem taktischen Rennen 14:57,91 Minuten zum Sieg.

Lange Zeit blieb das komplette Feld bei einem moderaten Tempo zusammen. Die 3.000-m-Marke wurde nach 9:11,99 Minuten passiert. Und selbst 600 Meter vor dem Ziel waren immer noch zehn Läuferinnen an der Spitze. Doch bald darauf ergriff Meseret Defar die Initiative und riss das Feld auseinander. „Ich wollte nicht wieder den selben Fehler machen wie vor zwei Jahren bei der WM in Helsinki“, erklärte Meseret Defar, die zwar 2004 Olympiasiegerin geworden war, jedoch ein Jahr später von ihrer Landsfrau Tirunesh Dibaba im Zweikampf um Gold überspurtet worden war. Das konnte ihr in Osaka nicht passieren, denn nach ihrem 10.000-m-Sieg hatte Tirunesh Dibaba auf den Start über die kürzere Strecke verzichtet.

„Ich war mir 100 Prozent sicher, dass ich gewinnen würde“, erklärte Meseret Defar, die mit ihrem Angriff bis eine Runde vor Schluss wartete. Dann ging sie an die Spitze, und auf den letzten 200 Metern ließ sie ihren Konkurrentinnen keine Chance. Drei Kenianerinnen belegten die nächsten Plätze und bestätigten damit auch in diesem Rennen, dass sie den Abstand zu den zuletzt dominierenden Äthiopiern verkürzen. Die 23-jährige Vivian Cheruiyot wurde in 14:58,50 Minuten Zweite vor Priscah Cherono (14:59,21) und Sylvia Kibet (14:59,26). „Schon das ist ein toller Erfolg für uns, aber nächstes Mal werden wir noch besser“, erklärte Vivian Cheruiyot. Die aus Äthiopien stammende Türkin Elvan Abeylegesse wurde in 15:00,88 Fünfte, während Jo Pavey (Großbritannien/15:04,77) Rang neun belegte.