Diamant als Siegesprämie

Weltmeisterin Cheruiyot triumphiert in der Diamond League

Einen Diamanten und 40.000 US-Dollar gewann Weltmeisterin Cheruiyot in Brüssel als Siegerin der Diamond League über 5.000 m.

Vivian Cheruiyot

Weltmeisterin Vivian Cheruiyot triumphierte auch in Brüssel.

Diamanten statt Gold: Die Diamond League hat als hochkarätigste Serie der internationalen Leichtathletik-Meetings die Golden League in dieser Saison abgelöst. Wer nach sieben Meetings in seiner Disziplin am meisten Punkte gesammelt hatte, gewann den mit einem Diamanten sowie 40.000 US-Dollar dotierten Jackpot. In Brüssel fand am Freitagabend vor 47.000 Zuschauern im ausverkauften König-Baudouin-Stadion das letzte Meeting der Serie statt.

Fünf Tage nach seinem sensationellen 800-m-Weltrekord in Berlin (1:41,09 Minuten) dominierte David Rudisha auch das Rennen in Brüssel, bei dem er mit Abubaker Kaki Khamis (Sudan) auf seinen schärfsten Konkurrenten traf. Doch in der zweiten Runde von der Spitze laufend, ließ der Kenianer der Konkurrenz keine Chance und gewann in 1:43,50 Minuten vor dem Sudanesen (1:43,84). „Heute ging es nur um den Sieg in der Diamond League. Ich fühle mich aber noch gut und wenn die Bedingungen stimmen, werde ich am Sonntag in Rieti versuchen, meinen Weltrekord zu brechen“, sagte David Rudisha.

Ebenso souverän lief auch Rudishas Landsmann Asbel Kiprop in Brüssel zum Diamanten-Sieg. Er gewann das 1.500-m-Rennen in 3:32,18 Minuten vor dem überraschend starken US-Amerikaner Leonel Manzano (3:32,37). In diesem Lauf schlug sich der Europameisterschafts-Zweite Carsten Schlangen (LG Nord) als Siebenter beachtlich und stellte mit 3:34,19 Minuten eine persönliche Bestzeit auf. „Ich bin hier besser gelaufen als in Berlin, denn ich konnte ohne Druck an den Start gehen. Natürlich bin ich froh über meine Bestzeit, aber ich hätte punktuell noch mehr herausholen können“, erklärte Carsten Schlangen.

Bei den Frauen setzte sich mit Janeth Jepkosgei über die 800 m die Weltmeisterin von 2007 durch. Die Kenianerin gewann wie David Rudisha sowohl das Rennen in Brüssel – in 1:58,82 Minuten war sie klar vor Mariya Savinova (Russland/1:59,49) und der amtierenden Weltmeisterin Caster Semenya (Südafrika/1:59,65) im Ziel – als auch die Gesamtwertung.

Über 5.000 m waren vor dem Meeting in Brüssel noch zwei Athletinnen im Rennen um den Diamond-League-Sieg: Sentayehu Ejigu (Äthiopien) führte mit drei Punkten Vorsprung vor Vivian Cheruiyot. Doch die kenianische 5.000-m-Weltmeisterin setzte sich durch und verteidigte auch auf der Zielgeraden ihren Vorsprung. In 14:34,13 Minuten gewann sie vor ihrer Landsfrau Linet Masai (14:35,07), der 10.000-m-Weltmeisterin, und Ejigu (14:35,13). Damit verdrängte Cheruiyot die Äthiopierin noch von Platz eins. Über 3.000 m Hindernis reichte hingegen Milcah Cheiywa (Kenia/9:22,34) ein zweiter Platz hinter Sofia Assefa (Äthiopien/9:20,72) zum Gesamtsieg. Die drittplatzierte Äthiopierin Almaz Ayana stellte mit 9:22,51 Minuten einen Juniorinnen-Weltrekord auf.

In der Woche zuvor hatte sich in Zürich der 5.000-m-Läufer Imane Merga (Äthiopien) den Diamanten und die Siegprämie gesichert. Dafür reichte ihm ein zweiter Platz hinter seinem Landsmann Tariku Bekele (12:55,03) in 12:56,34. Ebenfalls Zweiter in Zürich und Erster in der Gesamtwertung war der kenianische Hindernisläufer Paul Koech. Er musste sich in einem schnellen Rennen in 8:05,48 Minuten seinem Landsmann Ezekiel Kemboi (8:01,74) geschlagen geben. Überlegen sicherte sich Nancy Langat den Diamond-League-Sieg über 1.500 m. Die Kenianerin, die fünf von sieben möglichen Rennen für sich entschied und in Zürich in 4:01,01 Minuten deutlich vor Gelete Burka (Äthiopien/4:02,26) gewann, sammelte mehr als doppelt so viele Punkte als die auch in der Serie zweitplatzierte Burka.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net