Halbmarathon in Neu-Delhi

Weltmeister Kamworor und Weltrekordlerin Kiplagat starten

Der hochklassigste Halbmarathonlauf der Herbst-Laufsaison wird am kommenden Sonntag in Indien gestartet.

Geoffrey Kamworor ist der aktuelle Halbmarathon-Weltmeister.

Geoffrey Kamworor ist der aktuelle Halbmarathon-Weltmeister.

Bild: photorun.net

Für den Halbmarathon durch Neu-Delhi wurden unter anderen der aktuelle Halbmarathon-Weltmeister Geoffrey Kamworor und seine kenianische Landsfrau Florence Kiplagat verpflichtet, die nicht nur als Titelverteidigerin sondern auch als Weltrekordlerin an den Start gehen wird. Die Siegprämie von 27.000 US-Dollar ist hoch für einen Halbmarathon. Entsprechend stark ist die Konkurrenz für Kamworor und Kiplagat.

Bei Geoffrey Kamworor bleibt abzuwarten, wie gut er sich vom Berlin-Marathon vor knapp zwei Monaten erholt hat. Ende September wurde der Kenianer Vierter im Berliner Weltrekordrennen mit 2:06:39. Während der erst 21-Jährige mit einer Bestzeit von 58:54 Minuten an den Start geht, ist ein Landsmann unter seinen Rivalen, der vor wenigen Wochen noch etwas schneller war: Abraham Cheroben hat sich stark entwickelt in diesem Jahr. Er gewann unter anderem den Berliner 25-km-Lauf mit einer Weltklassezeit von 1:11:47 Stunden und steigerte sich dann beim Valencia-Halbmarathon auf 58:48. Damit ist er der schnellste Läufer im Feld von Neu-Delhi und nur 25 Sekunden vom Weltrekord entfernt. Doch es ist nicht der Welt- sondern der Streckenrekord, der am Sonntag fallen soll. Der Äthiopier Atsedu Tsegay stellte diesen vor einem Jahr mit 59:12 Minuten auf.

Die Kenianer Stephen Kibet (Bestzeit: 58:54) und Jonathan Maiyo (59:02) gehören ebenfalls zum engsten Favoritenkreis. Ein gutes Dutzend Athleten steht auf der Startliste mit Bestzeiten von unter 61 Minuten.

Kiplagat und Cherono Favoritinnen beim Halbmarathon in Neu-Delhi

Florence Kiplagat überraschte im Februar in Barcelona mit einem Halbmarathon-Weltrekord von 65:12 Minuten. Hauptsächlich aufgrund dieser Leistung wurde sie vor kurzem in Athen vom internationalen Straßenlauf-Verband AIMS als Marathonläuferin des Jahres ausgezeichnet. Ihre Situation ist aber ähnlich wie bei Geoffrey Kamworor, denn Kiplagat lief erst im Oktober einen Marathon. In Chicago wurde sie dabei Dritte.

Vielleicht ist daher Gladys Cherono die Läuferin, die es zu schlagen gilt. Die Kenianerin, die im vergangenen Jahr in Prag ihre Bestzeit von 66:48 aufgestellt hatte, wurde im Frühjahr Halbmarathon-Weltmeisterin. Cherono war vor einem Jahr in Neu-Delhi Zweite. Mit Lucy Kabuu gehört eine weitere Kenianerin zu den Favoritinnen. Sie lief bereits 66:09 Minuten und hat das Rennen 2011 gewonnen. 2013 war sie Dritte, so dass die drei Erstplatzierten des vergangenen Jahres erneut aufeinandertreffen werden.