Neu Delhi-Halbmarathon 2013

Weltklassefeld beim Neu Delhi-Halbmarathon

Beim Neu Delhi-Halbmarathon werden neue Streckenrekorde erwartet. Sowohl das Männer- als auch das Frauenfeld sind erstklassig besetzt.

Neu Delhi-Halbmarathon 2013 Vorbericht Artikel

Geoffrey Kipsang ist einer der vielen Favoriten in Neu Delhi.

Bild: photorun.net

Die bestbesetzten Halbmarathonrennen der Welt finden inzwischen außerhalb Europas statt. Die Nummer eins der vergangenen Jahre war der Lauf in Ras Al Khaimah, der im Februar gestartet wird. Doch nun macht dem Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Lauf in Indien Konkurrenz bezüglich der Vormachtstellung: So gut wie nie zuvor ist der Neu Delhi-Halbmarathon besetzt, der am kommenden Sonntag stattfindet. Das Rennen produzierte in den vergangenen Jahren immer wieder hochkarätige Ergebnisse, ist also kein Newcomer. Doch das Feld, das dort am Sonntag an den Start gehen wird, ist außergewöhnlich stark. Elf Läufer haben Bestzeiten von unter einer Stunde, vier von ihnen blieben bereits unter 59 Minuten. Auch die Frauen-Konkurrenz ist absolut hochklassig mit sieben Läuferinnen, die Bestzeiten von unter 68 Minuten aufweisen können.

Offenbar haben die Veranstalter das Budget für das Eliterennen deutlich erhöhen können. Zudem ist der erfahrene holländische Manager Jos Hermens für die Verpflichtung der Topathleten zuständig. Der Äthiopier Atsedu Tsegay ist mit 58:47 Minuten der schnellste Läufer im Feld, doch nur eine um eine Sekunde langsamere Bestzeit weist der Kenianer Sammy Kitwara auf. Die Nummer drei in Neu Delhi wird Geoffrey Kipsang (Kenia) sein, der in Ras Al Khaimah im Februar die Jahresweltbestzeit aufstellte (58:54). Zu beachten sein werden auch der Titelverteidiger Edwin Kipyego und der aktuelle Chicago-Marathon-Sieger Dennis Kimetto (beide Kenia).

Auch bei den Frauen geht die Nummer eins des Jahres 2013 an den Start – wenn man von Rennen absieht, deren Strecken nicht die Anforderungen für Rekorde erfüllen: Die Kenianerin Lucy Kabuu hatte in Ras Al Khaimah ihre Bestzeit auf 66:09 Minuten verbessert und führt damit die Jahresweltbestenliste an. Die aktuelle Berlin-Marathon-Siegerin Florence Kiplagat (66:38), Gladys Cherono (beide Kenia/66:48) und die Halbmarathon-Weltmeisterin Meseret Hailu (Äthiopien/66:56) sind die weiteren Läuferinnen mit Bestzeiten von unter 67 Minuten. Zu beachten sein werden sicher auch die junge Kenianerin Paskalia Kipkoech (67:17) und die äthiopische Vorjahressiegerin Wude Ayalew (67:58).

„Wenn alles zusammenpasst, sind bei einem derartigen Feld außergewöhnliche Resultate möglich“, erklärte Jos Hermens und fügte hinzu: „Ich denke, beide Streckenrekorde von 59:15 und 66:54 Minuten könnten fallen.“