Ras Al Khaimah

Weltklasse-Halbmarathon in der Wüste

Für den Halbmarathon im kleinen Wüstenemirat Ras Al Khaimah haben die Veranstalter ein Weltklassefeld verpflichtet.

Meselech Melkamu

Meselech Melkamu.

Bild: photorun.net

Drei Wochen nach dem Dubai-Marathon wird am 15. Februar der zweite hochklassige Straßenlauf gestartet, der im Winter in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf dem Programm steht: Ras Al Khaimah.

Bei den Männern gehen gleich ein Dutzend Läufer ins Rennen, die bereits Zeiten von unter einer Stunde erreicht haben. Darunter ist mit dem Kenianer Stephen Kibet sogar ein Athlet, der schon unter 59 Minuten gelaufen ist. In 58:54 hatte Kibet im vergangenen Jahr den Den Haag-Halbmarathon gewonnen. Damit ist er der siebtschnellste Läufer aller Zeiten. Der Weltrekord von Zersenay Tadese (Eritrea/58:23) ist nur 31 Sekunden besser.

Neben den Kenianern Stephen Kibet, Ezekiel Chebii (Bestzeit: 59:05), Micah Kogo (59:07), Pius Kirop (59:25) und Geoffrey Kipsang (59:26) werden am Freitag auch zwei Weltklasse-Marathonläufer zu beachten sein: Geoffrey Mutai (Kenia), der aktuelle Berlin-Marathon-Sieger, ist bereits 59:30 Minuten gelaufen. Acht Sekunden schneller war der Äthiopier Feyisa Lelisa, der im vergangenen Oktober beim Chicago-Marathon Zweiter war. Er ist ein Trainingspartner des Dubai-Marathon-Siegers Lelisa Desisa.

Ein spannendes Rennen zeichnet sich auch bei den Frauen ab, denn mit Mary Keitany fehlt die dominierende Halbmarathonläuferin der vergangenen Jahre. Die Kenianerin, die vor zwei Jahren in Ras Al Khaimah den aktuellen Weltrekord von 65:50 Minuten aufgestellt hatte und auch 2012 gewann, pausiert aufgrund ihrer Schwangerschaft. Zu den Favoritinnen zählen die beiden Kenianerinnen Florence Kiplagat (Bestzeit: 66:38) und Lucy Kabuu (67:04) sowie die Türkin Elvan Abeylegesse, die in Ras Al Khaimah vor drei Jahren mit 67:07 gewonnen hatte. Doch einmal mehr könnte Meselech Melkamu den Straßenlauf-Spezialistinnen ein Schnippchen schlagen. Die Äthiopierin ist die zweitschnellste 10.000-m-Läuferin aller Zeiten (29:53,80 Minuten). Im vergangenen Oktober überraschte sie mit einem starken Marathon-Debüt in Frankfurt. Damals lief sie auf Anhieb eine Weltklassezeit von 2:21:01. Gut möglich, dass ihr ähnliches auch am Freitag in Ras Al Khaimah gelingt.