Olympia aktuell

Vivian Cheruiyot entzaubert Almaz Ayana

Eine Überraschung gab es im 5.000-m-Finale in Rio: Die neue Olympiasiegerin heißt Vivian Cheruiyot.

Olympia 2016 Vivian Cheruiyot Gold 5.000 Meter

Vivian Cheruiyot ist die neue Olympiasiegerin über 5.000 Meter.

Bild: photorun.net

Die 32-jährige Kenianerin Vivian Cheruiyot entzauberte im Endlauf die große Favoritin Almaz Ayana und gewann in der olympischen Rekordzeit von 14:26,17 Minuten. Während Kenia erstmals die Olympiasiegerin über die 5.000-m-Distanz stellt, verpasste Almaz Ayana nach ihrem sensationellen 10.000-m-Triumph in Weltrekordzeit den Langstrecken-Doppelsieg. Die Äthiopierin konnte knapp einen Kilometer vor dem Ziel ihr Tempo nicht mehr halten und wurde am Ende hinter Hellen Obiri (Kenia/14:29,77 Minuten) Dritte mit 14:33,59 Minuten. Auf den nächsten Plätzen vier bis sieben folgten Mercy Cherono (Kenia/14;42,89 Minuten), Senbere Teferi (Äthiopien/14:43,75 Minuten), die aus Kenia stammende Türkin Yasemin Can (14:56,96 Minuten) und Karoline Grovdal (Norwegen/14:57,53 Minuten).

Almaz Ayana eröffnet Rennen nach 2.000 Metern

Nach ihrem famosen Weltrekordrennen über 10.000 Meter genau eine Woche zuvor, als sie 29:17,45 Minuten erreichte, galt die 24-jährige Almaz Ayana vor dem 5.000-m-Finale als ganz große Favoritin. Es war zunächst die Japanerin Miyuki Uehara, die sich an die Spitze setzte und knapp fünf Runden lang das verhaltene Tempo bestimmte. Unmittelbar hinter ihr lief Almaz Ayana und wartete ab. An dritter Stelle rannte Vivian Cheruiyot. Bereits nach rund 2.000 Metern sprintete Almaz Ayana an die Spitze. Nach superschnellen 400-m-Rundenzeiten von 65 und 67 Sekunden hatte die Favoritin einen Vorsprung von rund 25 Metern auf die Kenianerinnen Cheruiyot, Obiri und Cherono an der 3.000-m-Marke.

Vivian Cheruiyot mit größtem Erfolg ihrer Karriere

Almaz Ayana sah wie die sichere Siegerin aus, doch sie hatte sich überschätzt und war wohl zu früh zu schnell davon gestürmt. Im dritten Rennen binnen acht Tagen - über 5.000 Meter fanden Vorläufe statt - brach sie kurz nach der 4.000-m-Marke ein. Vivian Cheruiyot witterte ihre Chance, holte den Rückstand binnen wenigen hundert Metern auf und ging 700 Meter vor dem Ziel an der Äthiopierin vorbei. Kurz darauf wurde Ayana auch von Hellen Obiri passiert. Cheruiyot, die über 5.000 und 10.000 Meter viermal Weltmeisterin war und zwei olympische Silbermedaillen gewonnen hatte, lief zum größten Triumph ihrer Karriere. Über 10.000 Meter hatte sie eine Woche zuvor die Silbermedaille gewonnen und mit 29:32,53 Minuten einen kenianischen Rekord aufgestellt.

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