Karlsbad Halbmarathon 2016

Vier Kenianer an der Spitze

Der Kenianer Abraham Akopesha siegte in 1:02:08 Stunden vor drei Landsleuten. Joyceline Jepskogei lief Streckenrekord bei den Frauen in 1:09:07 Stunden.

Karlsbad Halbmarathon

Die Frauen-Siegerin Joyceline Jepskogei überquert die Ziellinie.

Bild: RunCzech

Die Rennen der Männer und der Damen hätten nicht unterschiedlicher sein können. Vom Start des Karlsbad Halbmarathon an arbeitete eine Gruppe von sieben Eliteläufern eng zusammen und begann mit einem agressiven Tempo - trotz der Hitze und der hügeligen Strecke. Den Kenianer Abraham Akopesha begleiteten vier seiner Landsleute sowie der Marokkaner Mustapha El Aziz und Simon Tesfay aus Eritrea.

Der Erfahrene siegt vor den Debütanten beim Karlsbad Halbmarathon

Bei Kilometer 15 machte Akopesha seinen ersten Ausbruchsversuch, und zwei der am wenigsten erfahrenen Läufer im Feld gingen mit ihm, Wilson Too und Evans Kerui, die in Karlsbad ihr Halbmarathon Debüt liefen. Akopesha konnte sich von ihnen ein wenig distanzieren, schwächelte dann aber und die zwei jungen Kenianer holten ihn wieder ein. "Ich dachte dass ich gewinnen musste, weil ich wusste, dass meine zwei Freunde ihr Debüt liefen. Das motivierte mich zum zweiten Mal durchzuziehen."

Akopesha fand die Kraft, sich ein zweites Mal abzusetzen und erreichte die Ziellinie als Erster mit 1:02:08 Stunde. Kerui wurde mit 19 Sekunden nach dem Sieger Zweiter, und Too wurde Dritter mit 40 Sekunden Abstand zum Sieger. Dann kam Amos Kurgat mit 1:03:35 Stunden ins Ziel und die Kenianer konnten die ersten vier Plätze feiern.

Joyceline Jepskogei läuft einsames Rennen an der Spitze beim Karlsbad Halbmarathon

Das Rennen der Damen war genau das Gegenteil: Schon bei Kilometer 5 waren nur noch drei in der führenden Gruppe, voran die 23-jährige Kenianerin Joyceline Jepskogei mit der kenianischen Veteranin Caroline Kilel sowie der Äthiopierin Ayantu Gemechu dicht hinter ihr. Das war das letzte Mal daß Jepkosgei Ihre Mitbewerber sah. " Bei Kilometer 8 schaute ich mich um und da war niemand. So musste ich mich für den Rest des Rennens alleine motivieren", sagte Jebskosgei. "Die Männer auf den Motorrädern waren meine besten Freunde. Sie feuerten mich an, weiter mein Tempo zu halten, und die jubelnde Menge gab mir zusätzlich Kraft." Auch die Hitze forderte inzwischen ihren Preis, sie fühlte starke Spannung in der Achillessehne, was sie daran hinderte, zum Ende des Rennens noch einen Gang zuzulegen. Trotzdem brach Jepkosgei den Kursrekord mit 1:09:07 Stunden. Gemechu folgte Ihr mit 2:12 Minuten Abstand. Und eine zweite Äthiopierin, Bekelech Daba, fand sich auf dem Podium als Dritte. Die Japanerin Risa Takenaka wurde mit kurzem Abstand Vierte.

Wieder einmal folgte Karlsbad seiner Reputation als ein Rennen, das junge Talente als Sprungbrett für künftige Erfolge nutzen, und beide Sieger bestätigten schnell Ihren Wunsch, wiederzukommen: "Ich garantiere, daß wir nächstes Jahr den Streckenrekord angreifen werden", sagte Akopesha. Und Jepskopei lächelte und nickte ihm zu.

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