WM-Tag 8, 22. August 2009

Usain Bolt in Pressekonferenzen

Athletische Fotografen umgeben von athletischen Körpern.

25082009_Fotografen _001

Ein Fotograf mit riesigem Objektiv auf der Tribühne.

Bild: Anine Hell

Ich habe mich heute mal mehr mit den Fotografen im Zelt beschäftigt und kam darauf mit einigen in Small Talks. Die haben ja keine Zeit. Die schießen super scharfe Bilder und bearbeiten die sofort danach im Zelt, um sie dann an die jeweilige Zeitung zu schicken, damit das dann am nächsten Morgen abgelichtet werden kann.

Einer sagte, er wäre auch ganz gespannt auf die WM gewesen. Nirgendwo bekommt man so viele Astralkörper auf einen Haufen vor die Linse. Da musste ich lachen, recht hat er!

Mich fasziniert das wie die sich bei den Wurfwettbewerben mit Knieschonern auf dem Bauch robben und immer super schafte Bilder hinbekommen. Es gibt zur Zeit in dem Haus der Künste in Berlin eine Ausstellung über Sportfotografie und Sportfilmentwicklung in der DDR, kann ich sehr empfehlen.

Fotografen müssen sich für ein gutes Bild auch manchmal verbiegen.

Bild: Anine Hell

Die Pressekonferenz am Abend zu den 4 x 100 m der Männer verlief nicht so stürmisch wie alle zuvor, an denen Usain anwesend war. Drei mal vier große, dunkle Menschen setzten sich in zweier Reihen hinter die sponsorenbedruckte IAAF Wand. Bold und Powell vorne in der Mitte.

Angekündigt wurden sie von dem Teenygeschrei, das ihren Weg verfolgte. Sie sind Stars, zumindest für diese Woche! Autogrammjagden am Nordeingang des Stadions, viele T-Shirts waren schon schwarz bekritzelt. Warum haben eigentlich Leichtatleten nicht automatisch eine Autogrammkarte dabei? Weil das so wohl vorher noch nie so richtig notwendig war.

Die Sprinter langweilten sich sichtlich bei dieser Pressekonferenz. Mir kam es vor, als wenn man ihnen extra langweilige Fragen stellte. Wieso laufen sie so schnell, Herr Bolt? Gewöhnen sie sich an das Gewinnen? Sind die ein Retter der Leichtathletik? Er sagt: "I told you guys a couple of times, I have been training a lot and I try to be myself. Thats fun!"

Er fügte auf eine weitere Frage hinzu, das er jetzt wirklich müde sei, was man ihm auch ansah und sich jetzt auf holidays am Strand, clubbing und free time freue. Ich wollte ihn dann eigentlich aufzeigen und ihn fragen, an welchen Strand er vorhat zu gehen!Das habe ich mich dann doch nicht getraut.

Meiner Meinnung nach hat er die alsolut richtigen Gene, bekommt gute Trainingserfahrungen von Powell mit und traininert einfach richtig. Er alberte die ganze PK mit den anderen Kollegen herum, machte Scherze und musste aufpassen, das er die Frage überhaupt mitbekam. Zwischendurch schob er sich Bountys in den Mund. Meine Erklärung wäre: das ist ein junger Mann, der noch lustig ist, sich noch zurecht wächst und von Kindheit an das Richtige getan hat. Sein Talent und seine Energie setzt er mit Ehrgeiz und Disziplin um. Junge Menschen wollen doch vor allem Spaß und die braucht er und lebt sie. Es macht aus sich eine Persönlichkeit. Er spielt. Bekele ist sicher eine große Persönlichkeit, nur wird nie über seinen Charakter berichtet nur über seine Laufkilometer pro Woche und Erfolge. Warum?

WM-Tag 9, 23. August 2009

Ein heißer Abschiedstag mit Gänsehaut und tollen Erinnerungen

Der Marathon machte aus Berlin einen Hexenkessel und somit den... mehr