Cross-WM in Punta Umbria

Uliczka mit gutem ersten Cross-WM-Rennen

Hindernisläufer Steffen Uliczka wird 54. Bester weißer Läufer war wieder einmal Craig Mottram aus Australien.

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Steffen Uliczka: Bei einer Cross-WM war aus deutscher Sicht bisher nur Dieter Baumann besser.

Bild: Tomas Ortiz-Fernandez

Der Sieg von Imane Merga war durchaus überraschend, denn der Äthiopier hatte zuletzt im Dezember 2009 ein Crossrennen gewonnen. Sein größter internationaler Erfolg vor dem Cross-WM-Titel war ein vierter Platz im 10.000-m-Finale der Weltmeisterschaften 2009 in Berlin. „Ich habe mich immer mehr als Bahn-Langstreckler gesehen, aber jetzt werde ich sicherlich in der Zukunft mehr Crossrennen laufen“, sagte Imane Merga.

Der beste weiße Läufer in dem hochkarätigen Feld von Punta Umbria war Craig Mottram. Der Australier belegte mit 35:33 Minuten Platz 21. Der beste Europäer war fünf Ränge weiter vorne: Der gebürtige Marokkaner Ayad Lamdassem (Spanien) wurde 16. in 35:12 Minuten.

Sehr gut hielt sich Steffen Uliczka bei seinem ersten Start bei einer Cross-WM. Der 26-Jährige lief nach 36:31 Minuten auf Rang 54 ins Ziel und hatte damit einen Rückstand von 2:41 Minuten auf den Sieger. Nach der Hälfte des Rennens lag der 3.000-m-Hindernisspezialist, der im vergangenen Sommer bei der EM überraschend Rang sechs belegt hatte, auf Platz 60. Dann arbeitete er sich noch etwas nach vorne. Mit Rang 54 kam er dicht an die beste Platzierung von Dieter Baumann bei einer Cross-WM heran: Im Jahr seines 5.000-m-Olympiasieges von Barcelona war Baumann bei der Cross-WM in Boston auf Rang 52 ins Ziel gekommen. Uliczkas Platzierung macht Hoffnung auf einen guten Sommer.

Das Rennen der Frauen

Nach zwei Silbermedaillen bei Cross-Weltmeisterschaften in Folge war das Ziel von Linet Masai in Punta Umbria klar: Dieses Mal wollte sie unbedingt den Titel gewinnen, zumal die Vorjahressiegerin Emily Chebet bei den kenianischen Trials die Qualifikation verpasst hatte und somit nicht am Start war. In der vorletzten Runde begann die 10.000-m-Weltmeisterin damit, das Feld mit einer Tempoverschärfung auseinander zu ziehen. Doch eine wurde sie nicht los: Vivian Cheruiyot, die WM-Goldmedaillengewinnerin über 5.000 m von 2009. Fast immer hatte Masai in den bisherigen Aufeinandertreffen der zwei im Crosslauf gewonnen. Als 10.000-m-Spezialistin schien sie die bessere Ausdauer zu haben – so auch bei den kenianischen Trials sowie beim hochkarätig besetzten Crossrennen von Edinburgh Anfang Januar.

Doch in Punta Umbria reichte es wieder nicht zur Goldmedaille für Linet Masai. Denn in der letzten Runde war es dieses Mal Vivian Cheruiyot, die sich entscheidend lösen konnte und das 8-km-Rennen in 24:58 Minuten mit neun Sekunden Vorsprung vor ihrer Landsfrau für sich entschied. Die 27-jährige Cheruiyot war zwar im Jahr 2000 bereits Junioren-Weltmeisterin im Crosslauf, kam dann aber in der Frauenklasse vor Punta Umbria nicht über Rang acht hinaus. „Ich bin sehr froh über diesen Sieg, denn ich hatte im Cross zuvor noch keine Medaille“, sagte Vivian Cheruiyot.

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