Schnelle Zeiten

Über 4.000 Kinder beim Würzburger Residenzlauf

Über 4.000 Kinder liefen beim Würzburger Residenzlauf. Im Elitelauf über 10 km siegte Jacob Kondagor aus Kenia in 28:20 Minuten.

Würzburger Residenzlauf

Jacob Kondagor beim Würzburger Residenzlauf.

Bild: Veranstalter

Jacob Kondagor aus Kenia heißt der Überraschungssieger des 24. Würzburger Residenzlaufes. Auch wenn seine 28:20 Minuten über 10 km im „Lauf der Asse“ deutlich über dem Streckenrekord lagen (Leonard Komon, 27:33, 2011), beeindruckte sein Auftritt beim schnellsten 10-km-Straßenlauf in Deutschland des vergangenen Jahres ganz besonders.

Zu seinem ersten Rennen in Europa überhaupt traf er aufgrund eines Missgeschicks bei der Anreise erst 90 Minuten vor Start ein. Umso eiliger hatte er es nach dem Startschuss. Legte das Männerfeld noch geschlossen eine erste Runde über 2,5 km in schon beeindruckenden 7:03 Minuten hin, setzte sich der junge Kenianer im zweiten Viertel und einer Rundenzeit von 6:45 zeitweise bis zu 200 Meter von seinen Verfolgern ab – bei rund 30 Grad und strahlendem Sonnenschein. So musste er diesen Bedingungen und seiner Unerfahrenheit im zweiten Rennteil etwas Tribut zollen. Dennoch rettete er einen Vorsprung auf seine beiden Landsleute Mike Kigen (28:32) und David Kogei (28:38) an der von Zuschauern vor dem Weltkulturerbe Residenz dicht gesäumten Strecke ins Ziel.

Die ebenfalls deutlich langsameren Zeiten im Rennen der Frauen waren sicherlich ebenso den äußeren Bedingungen geschuldet. So setzte sich Maryanne Wangari Wanjiru (Kenia) mit 32:43 vor ihrer Landsfrau Lucy Macharia (33:09) durch. Platz 3 belegte Gulume Tollesa Chala aus Äthiopien mit 33:21.

Den vorgeschalteten „Hauptlauf“ über die gleiche Distanz beim 24. Würzburger Residenzlauf nahmen in diesem Jahr über 1.800 Läufer in Angriff, wobei sich der Sieger bei den Männern, Marco Kaus (34:22, TV Waldstraße Wiesbaden) sowie die beiden dicht hinter ihm platzieren Johannes Arens und Philipp Zabel (beide je 34:24) durchaus auch mit den deutschen Läufern im „Lauf der Asse“ hätten messen können. Bei den Frauen setzte sich Gesa Bohn (SC Rönnau 74) mit 39:00 durch.

Einmal mehr bestätigte der Residenzlauf seine Stellung als größte Breitensportveranstaltung Unterfrankens und größter Schüler- und Kinderlauf Deutschlands mit 6.208 Teilnehmern, darunter über 4.000 Kindern. Die rundum bestens organisierte Tagesveranstaltung machte den knapp 10.000 Zuschauern schon viel Appetit auf den Jubiläumslauf im kommenden Jahr.