Cross-DM

Triathleten treiben Uliczka zum Titel

Einige deutsche Nachwuchshoffnungen konnten sich zeigen. Aber auch die Quereinsteiger aus dem Triathlon haben es den Favoriten schwer gemacht.

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Seinen Crosstitel musste sich Steffen Uliczka hart erkämpfen.

Bild: Tomas Ortiz-Fernandez

War Steffen Justus bislang der einzige Triathlet, der bei Deutschen Meisterschaften den Lauf-Spezialisten Paroli bieten konnte, zeigte sich in Löningen nun ein anderes Bild. Im LAZ Saarbrücken haben sich um Olympiasieger Jan Frodeno einige Triathleten gruppiert, die mit Gregor Buchholz und Jonathan Zipf auf den Rängen vier und sechs nun für großes Aufsehen sorgten und den Mannschaftstitel nur knapp gegen die LG Passau verloren.

Während die Erstplatzierten allesamt sportliche Nahziele anstreben, steht für den Meisterschaftsdritten Arne Gabius (LAV ASICS Tübingen) erst einmal anderes an. „In vier Wochen habe ich Examen, deshalb habe ich in diesem Winter den Sport eindeutig nach hintern gestellt. Danach kann ich mich mit einem Trainingslager im kenianischen Iten belohnen“, blickt der Baumann-Schützling auch sportlich in die Zukunft.

„Heute hättest du die Chance gehabt“, begrüßte Sabrina Mockenhaupt die dicht hinter ihr einlaufende Simret Restle im Ziel. „Ich hatte in dieser Woche viel trainiert und deshalb müde Beine. Mein Fokus liegt in dieser Saison auch eindeutig auf der Straße. Schon in der kommenden Woche geht es bei ‚Rund um das Bayerkreuz’ in Leverkusen los. Hauptziel im Frühjahr ist aber ein schneller Halbmarathon am 3. April in Berlin.“ Die kleine Siegerländerin hatte auf der 6.750 m langen Strecke ihre Mühe mit der Neu-Kasselerin, die ursprünglich aus Eritrea stammt. „Ich hatte unterwegs immer wieder Simret aufgefordert, auch einmal Tempo zu machen. Aber scheinbar war sie doch nicht so stark.“ Und Simret Restle gab unumwunden zu, dass sie vielleicht zu viel Ehrfurcht vor der Abonnements-Crossmeisterin hatte. „Meine Beine waren eigentlich gut, nur hatte ich mit der Atmung etwas Probleme“, bekannte sie zudem. „Der Abstand wurde zwar gegen Ende des Rennens immer kleiner, aber mein Respekt war vielleicht doch zu groß.“

Erfreulich: Mit der Frauendritten Anna Hahner (RUN2SKY.com) und dem überlegenen Juniorensieger Musa Roba-Kinkal (SC Gelnhausen) wachsen talentierte Langstreckler heran, die die ausgedünnte Spitze beleben können, da sonst durchaus die Gefahr besteht, dass Quereinsteiger wie Steffen Justus den Lauf-Spezialisten bei nationalen Titelkämpfen den Rang ablaufen. Pech hatte übrigens der Titelverteidiger Christian Glatting, der sich statt der Langstrecke auf der Mittelstrecke versuchen wollte und nach einem Tritt 400 m nach dem Start den Spike verlor und diesen erst wieder anziehen musste. „Dadurch habe ich gut 20 Sekunden verloren“, sagte der Wattenscheider, der sich immerhin noch auf Rang sieben vorarbeiten konnte.


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Favoritensiege in Löningen