Bald im Ziel

Transalpine-Run 2008 - Siebter Tag

Wie eine Unwetterwarnung für freudige Gesichter sorgte: Der Bericht der siebten und damit vorletzten Etappe.

Freitag 5. September 2008 – von Antholz-Mittertal nach Niederdorf im Pustertal
Eckdaten (neues Profil aufgrund der Wetterbedingungen): Distanz 34 km, Höhenmeter ca. 1.800 m

Der vorletzte Tag des Transalpine Runs startet für uns Läufer gegen 5.45 Uhr – der Start wurde nämlich um eine Stunde nach hinten verlegt und wir konnten ein wenig „länger ausschlafen“. Grund: für Nachmittag sind örtliche Gewitter vorhergesagt und Wolfi, der Streckenchef, informierte uns im gestrigen Briefing über die Verkürzung der heutigen Etappe: die ursprüngliche Marathondistanz von 42,195 Kilometern wird ca. 8 Kilometer weniger lang sein und - was uns als Straßenläufer besonders entgegen kommt - um etwa 1.000 Höhenmeter reduziert. Irgendwie scheinen alle Läufer über die geänderte Streckenführung glücklich zu sein; so langsam zehren die Kilometer der letzten Tage doch bei allen an der Kraft.

Auch das Team von Plan B freute sich über die geänderte Streckenführung.

Beim Start um acht Uhr erwartet uns zwar ein grau bedeckter Himmel, aber kein Regen – bis jetzt wurden wir bei allen Etappen vom Regen verschont und hoffen das Gleiche für heute! Startschuss fällt, die ersten zwei Kilometer führen leicht bergauf, aber im lockeren Dauerlauf gut schaffbar. Danach schlängeln wir uns über sehr schöne, einfach zu bewältigende Passagen bis zur Grüblscharte auf 2.394 Meter hinauf. Die Etappe kommt uns sehr entgegen: auf schönen, breiten Forstwegen können wir relativ schnell „downhill“ laufen und entscheiden uns, weil es heute mal richtig gut „läuft“, die zweite Verpflegungsstation im Tal auszulassen.
Ab hier geht’s nun die neue verkürzte Route entlang; auf Forstwegen stetig bergauf und wir können im schnellen Marschiertempo die nächsten Kilometer recht entspannt bewältigen.
Ab dem Ratsberg auf 1.822 Meter geht es nur noch bergab und wir düsen auf weichen, von Tannennadeln gesäumten Wegen direkt ins Tal. Es lief heute wirklich super und nach 4 Stunden und 20 Minuten kommen wir bei leichten Nieselregen als neuntes Mixteam ins Ziel! Nur noch eine Etappe und wir sind in Sexten!

Während ich zur Belohnung wirklich unverschämt lange im Hotel heiß geduscht habe, hat Holger wieder mal das große Los der kalten Dusche im Camp gezogen. Hat er echt nicht verdient, zumal vorher und zwei Stunden später alle anderen heiß duschen durften. Aber sein Lachen hat er dennoch nicht verloren und sitzt nun grinsend neben mir!

Keep on running – bis morgen, falls wir nach der finalen Ziellinie noch in der Lage zum Schreiben sind (weil da steht ja erstmal Feiern an!)



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