Die Tour de France unter den Bergläufen

Trans Alpine Run 2009

In acht Tagesetappen wurden 238 Kilometer durch vier Länder gelaufen – und 15.000 Höhenmeter bezwungen.

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Die Gesamtsieger(v.l.n.r.): Michael Veit (GER), Thomas Geisenberger (GER), Andrew Symonds (GBR), Tom Owens (GBR), Michael Fischer (ITA), Roland Osele (ITA).

Bild: Peter Musch / transalpine-run.com

Erwartungs- und standesgemäß haben die beiden Briten Andrew Symonds und Tom Owens auch die letzte Etappe des Transalpine-Run 2009 von Schlanders nach Latsch für sich entschieden. Die beiden „Saab Salomon Outdoor“-Teamläufer benötigten für die letzten 28,62 Kilometer und 1.817 Höhenmeter 2:46:51,8 Stunden. Damit blieben die diesjährigen Dominatoren auf den knapp 240 Kilometern und mehr als 15.000 Höhenmetern 22 Minuten unter der bis dato für die Westroute geltenden Rekordzeit von 2007 (24:02:47,2).

Gesamtzweite wurden Thomas Geisenberger und Michael Veit von „Team Dr. Steinbauer“ (3:02:26,8; 25:57:59,4), vor dem „Telmekom Team Südtirol“ von Roland Osele und Michael Fischer (3:01:27,5; 26:21:10,4).

Nachdem sie auf sieben von acht Etappen die bis dato geltenden Spitzenzeiten regelmäßig unterboten hatten – nur im Bergsprint wurden sie um zehn Sekunden geschlagen – gehen Andrew Symonds und Tom Owens als würdige Sieger in die Geschichtsbücher des Transalpine-Run ein. „Wir freuen uns wirklich sehr und sind sehr zufrieden. Es war eine fantastische Woche, ein super Kurs“, fasste Owens nach dem Zieleinlauf in Latsch zusammen. Sein Teamkollege Symonds ergänzte: „Die Wegführung war vom Start in Oberstdorf bis hierher einfach brillant. Es war eine großartige Woche.“

Allerdings vergaßen die beiden Briten nicht zu erwähnen, dass sie auf ihrer Rekordjagd „von den hervorragenden Bedingungen profitiert“ hatten. „Die haben uns eine konstant Leistung überhaupt erst ermöglicht“, so Owens abschließend.

„Team Dr. Steinbauer“ überrascht sich selbst
Konnte man bei den beiden in Schottland lebenden Läufern, die im Vorfeld noch als Geheimtipp gehandelt worden waren, von einer Top-Performance ausgehen, waren es zwei Deutsche, die von ihrer Leistung selbst überrascht waren. Denn mit dem zweiten Gesamtplatz hatten Thomas Geisenberger und Michael Veit selbst am wenigsten gerechnet. „Ich bin sprachlos“, erklärte dann auch Veit, der wie sein Partner auch, gemeinsam mit seinen Kindern über die Ziellinie gelaufen war. „Wir hätten nie erwartet, so weit vorne landen zu können. Aber wir haben super harmoniert. Das war der Schlüssel zum Erfolg.“

„Team Latsch“ läuft Damensieg ein
Ähnlich gut lief es auch bei Irene Senfter und Petra Theiner, auch wenn Senfter, die bereits 2006 und 2007 ganz oben auf dem Treppchen gestanden hatte, „überrascht war, dass wir so schnell gelaufen sind. Das war auch wichtig, denn sonst hätte es mit dem Sieg nicht geklappt“, so die Südtirolerin vom „Team Latsch“. Mit ihrer neuen Partnerin kam die 38-Jährige nach 3:33:39.2 Stunden in der Heimat an. Insgesamt war das siegreiche Duo 32:10.21.6 Stunden unterwegs – und damit fast 20 Minuten pro Etappe schneller als bei Senfter‘s letztem Titelgewinn.

Hinter den Vertreterinnen des Zielortes reihten sich heute, wie auch im Klassement deren Landsfrauen Martina Pfeifhofer und Elisabeth Egarter vom „Team Sexten Salomon“ (3:42:27.5; 32:50:29.5) sowie Regine Schlump und Carmen Schindler von „Intersport-Salomon Womenice (3:49:56.8; 34:02:47.4) ein.

Dr. Miksch verteidigt Mastertitel
In der Klasse der Teams mit einem Gesamtalter von über 80 Jahren ging der Tages- und Gesamtsieg erwartungsgemäß an Anton Philipp und Titelverteidiger Dr. Thomas Miksch von „BLT Laufsport Saukel Haglöfs“ (3:07:08.0; 26:45:58.5) – und damit für Philipp „ein Traum in Erfüllung. Dass es für ganz oben reicht, hätte ich nicht gedacht, auch wenn wir die Top-3 angepeilt haben.“ Das spanische „Team Elyos“ mit Oscar Perez Lopez und Eladio Guiller Lantada Zarzosa sicherte sich den zweiten Abschlussrang (29:04:27.6) vor den heutigen Zweiten vom „Schwarzwald Express“, Joseph Gallagher (USA) und Sven Buchheister (GER), die nach 3:23:56.0 und einer Gesamtzeit von 30:16:32.2 Stunden ins Ziel kamen. Tagesdritter wurde „Team Buff“ mit Chemari Bustillo Rodriguez uns Checa Juanji Alonso aus Spanien (3:26:20.1).

Wie ihre Kollegen in der Männerwertung ließen auch die schnellste Frau im Feld der 250 Zweierteams, Angela Mudge und ihre Partner Ben Bardsley in der Mixed-Wertung nichts anbrennen. Die beiden Briten blieben auch am Abschlusstag ungeschlagen (3:08:44.0) und sicherten sich damit überlegen den Titel (27:26:24.4). Ihre Landsleute Iona Robertson und Casey Morgan von „TPC Freight Management“ wurden wie in der Gesamtwertung Zweiter (3:15:29.0; 29:21:35.0), Dritter das Geschwisterpaar Annemarie und Ulrich Gross vom „Telmekom Team Südtirol“ (3:25:28.8; 29:50:13.4).

Die beiden diesjährigen Transalpine-Run-Sieger Andrew Symonds und Tom Owens (beide GBR) auf der Ziellinie.

Bild: Peter Musch / transalpine-run.com

Die Sieger des Transalpine-Run

Männer:
1. Andrew Symonds/Tom Owen – „Saab Salomon Outdoor“ – 24:02:47,2
2. Thomas Geisenberger/Michael Veit – Team Dr. Steinbauer – 25:57:59,4
3. Roland Osele/Michael Fischer – „Telmekom Team Südtirol“ – 26:21:10,4

Frauen:
1. Irene Senfter/Petra Theiner – „Team Latsch“ – 32:10:21,6
2. Martina Pfeifhofer/Elisabeth Egarter – „Team Sexten Salomon“ – 32:50:29,5
3. Regine Schlump/Carmen Schindler – „Intersport-Salomon Womenice“ – 34:02:47,4

Mixed:
1. Angela Mudge/Ben Bardsley – „Saab Salomon Outdoor“ – 27:26:24,4
2. Iona Robertson/Casey Morgan – „TPC Freight Management“ – 29:21:35,0
3. Annemarie Gross/Ulrich Gross – „Telmekom Team Südtirol“ – 29:50:13,4

Master:
1. Anton Philipp/Dr. Thomas Miksch – „BLT Laufsport Saukel Haglöfs“ – 26:45:58,5
2. Oscar Perez Lopez/Eladio Guiller Lantada Zarzosa – „Team Elyos“ – 29:04:27,6
3. Joseph Gallagher/Sven Buchheister – „Team Schwarzwald Express“ – 30:16:32,2

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Bild: Peter Musch / transalpine-run.com

Angela Mudge und Ben Bardsley (GBR) vom besten Mixed-Duo „Saab Salomon Outdoor“ sowie Seppi Neuhauser (AUT) im Anstieg zur Rappenscharte (3.012m).

TV-Tipp
Das Deutsche Sport Fernsehen (DSF) wird am Samstag, den 26. September 2009 von 9.45 Uhr bis 10.45 eine Dokumentation über die fünfte Auflage des Transalpine-Run ausstrahlen.

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