Dresdner Citylauf

Touristen verdrängten Läufer

1026 Läufer rannten beim Citylauf durch die sächsische Landeshauptstadt Dresden.

Bürgelt, Jana 154x154

Die schnellste deutsche Läuferin Jana Bürgelt

Bild: Claus Dahms

Viele Neuerungen prägten den Dresdner Citylauf 2007: Ein neuer Sommertermin, eine zusätzliche neue Halbmarathondistanz und auch über die gewohnten 10 km eine teilweise neue Streckenführung. Denn erstmals machten die Läufer um die berühmte Semperoper einen Bogen. Der Touristenstrom hatte in der Vergangenheit doch zu einigen unfreiwilligen Bremsmanövern geführt.

Erstmals auf dem Programm des Citylaufes stand die Halbmarathon-Distanz. „Das ist derzeit die einzige Strecke, die noch Zuwachsraten bei den Teilnehmern verzeichnet. Für viele Freizeitläufer ist das die ideale Distanz zwischen Vergnügen und Schmerz“ sagte Jörg Peter, der noch immer den deutschen Marathonrekord hält. 266 Läufer wagten sich auf die neue Distanz. „Wir haben die 21,1 km bewusst als Freizeitlauf ohne Topläufer organisiert“, erläuterte Laufchef Dieter Albertus.

Durch den Halbmarathon hat sich der Citylauf allerdings möglicherweise seiner Potenzen für die 10 km Hauptläufe beraubt. Immerhin aber erzielte 10 km Sieger Miroslav Vanko mit 29:54 Minuten eine ordentliche Zeit. Benjamin Lindner war auf Platz drei in 30:34 Minuten schnellster deutscher Läufer.

Im Feld der Frauen und Altersklassenläufer über 10 km trabten immerhin 231 Läufer durch die Innenstadt. Die Kenianerin Susan Kirui sicherte sich hier in 33:44 min überlegen den Sieg. Jana Bürgelt vom Dresdner SC war auf Rang vier beste Deutsche in 37:17. "Die neue Strecke ist besser als die bisherige“, sagte die 18-Jährige.

Der Stadtlauf mit seinem neuen Konzept braucht wohl noch eine Weile, um bei den Athleten auch wirklich anzukommen. Neuer Termin, veränderte Strecke, der zusätzliche HM und ein anderer Ort für das Meldebüro waren zu verzeichnen. Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.