City-Pier-City

Topzeiten trotz Windstärke vier

Edwin Kipyego gewann den Halbmarathon City-Pier-City in Den Haag. Trotz Windstärke vier unterbot er seine persönliche Bestzeit.

Edwin Kipyego

Edwin Kipyego gewann den Halbmarathon in Den Haag.

Bild: photorun.net

Starker Wind und Temperaturen von knapp über dem Gefrierpunkt haben beim City-Pier-City-Rennen in Den Haag Halbmarathon-Zeiten von unter einer Stunde verhindert. Trotz der widrigen Bedingungen lief Edwin Kipyego eine Topzeit an der holländischen Nordseeküste: Der Kenianer gewann das Rennen mit 60:05 Minuten. Alle Wettbewerbe zusammengerechnet, gingen in Den Haag am Sonntag 35.000 Läufer an den Start.

Nach einer sehr schnellen 10-km-Zwischenzeit von 27:53 Minuten – dies wäre schnell genug gewesen, um den Weltrekord von 58:23 zu erreichen – wurde das Rennen im Wind langsamer. Die Athleten liefen gegen Windstärken um vier, in Böen sogar bis zu Stärke sechs. Trotzdem setzte sich Edwin Kipyego nach rund 15 km aus der Spitzengruppe ab und erlief einen großen Vorsprung. Der 23-Jährige, der im vergangenen September den Neu Delhi-Halbmarathon gewonnen hatte, unterbot sogar seine persönliche Bestzeit um 49 Sekunden. Unter normalen Umständen wäre Edwin Kipyego sicherlich deutlich unter einer Stunde gelaufen. So war er nach 60:05 Minuten vor Henry Kiplagat (Kenia/60:55), Abere Belay (Äthiopien/60:58) und Kennedy Kimutai (Kenia/61:00) im Ziel. Bester nicht-afrikanischer Läufer war der Niederländer Michel Butter, der mit 62:25 eine persönliche Bestzeit aufstellte.

Deutlich schwächer besetzt war beim Den Haag-Halbmarathon einmal mehr das Frauenrennen. Hier lief die 27-jährige Laurane Picoche ein perfektes Debüt. Die Französin, die bei der Cross-EM im vergangenen Dezember Rang fünf belegt hatte, gewann mit 71:45 Minuten. Mit deutlichem Abstand folgten Tone Ilstad Hjalmarsen (Norwegen/74:15) und Marta Esteban (Spanien/74:58).