Cross-WM

Top-Favoritin Dibaba deutlich geschlagen

Die Äthiopierin Tirunesh Dibaba wurde nur Vierte. Auch im Frauenrennen ging der Sieg an Kenia.

Bei den Frauen lagen nach der Hälfte der knapp 8 km langen Strecke noch sechs Läuferinnen an der Spitze. Doch als es dann in die letzte Runde ging, war überraschenderweise die große Favoritin nicht mehr vorne dabei: Tirunesh Dibaba, die dreimalige Cross-Weltmeisterin und aktuelle Doppel-Olympiasiegerin, lief einen Schritt hinter Lineth Chepkurui (Kenia) und mit neun Sekunden Rückstand hinter der dreiköpfigen Führungsgruppe.

Vorne kämpften Linet Masai, Emily Chebet und Meselech Melkamu (Äthiopien) um die Medaillen. Doch auch der letzte verbliebene äthiopische Trumpf stach in Polen nicht. Stattdessen lieferten sich die 10.000-m-Weltmeisterin von Berlin 2009, Linet Masai, und Emily Chebet ein begeisterndes Sprint-Finish. Wie im Jahr zuvor in Amman – damals gegen ihre Landsfrau Florence Kiplagat – hatte dabei Masai das Nachsehen.

In 24:19 Minuten siegte die 24-jährige Emily Chebet, deren größte internationale Meisterschaftserfolge zuvor ein neunter Rang bei der WM 2007 über 10.000 m und eine Bronzemedaille bei den Afrikameisterschaften 2006 über 10.000 m waren. Eine Sekunde später kam Linet Masai ins Ziel. Bronze gewann – zum fünften Mal in ihrer Karriere bei der Cross-WM – Meselech Melkamu mit 24:38 Minuten vor ihrer Landsfrau Tirunesh Dibaba (24:38).

Auf Rang zehn folgte als beste Europäerin die gebürtige Kenianerin Hilda Kibet (Holland/25:17), einen starken zwölften Rang belegte Shalane Flanagan (USA/25:20).

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net

Weiterlesen

Seite 2 von 2
Zurück zur ersten Seite:
Kenianer räumen alle Titel ab