New York-Halbmarathon

Tola siegt überraschend in New York

Der erst 20-jährige Äthiopier Tadesse Tola schlug den Favoriten Makau beim New York-Halbmarathon.

Der erst 20-jährige Äthiopier Tadesse Tola ist beim New York City-Halbmarathon zu einem überraschenden Sieg gestürmt. Dabei besiegte er im Schlussspurt den favorisierten Kenianer Patrick Makau in 60:58 Minuten. Bei den Frauen gewann Kenias Marathon-Weltmeisterin Catherine Ndereba in 70:19 zum zweiten Mal nach 2006. Trotz des warmen und schwülen Wetters gingen in New York 10.564 Läufer an den Start.

Tadesse Tola in New York.

Bild: photorun.net

Für Tadesse Tola war es in New York der größte Sieg seiner Karriere. „Das war ein tolles und sehr gut besetztes Rennen, das mir zeigt, dass ich eine gute Zukunft habe“, erklärte der Äthiopier, der bei der Cross-WM 2007 Siebenter war. Bereits relativ früh im Rennen hatte Tola versucht sich abzusetzen, doch einen Konkurrenten wurde er nicht los: Patrick Makau ist ein Halbmarathon-Spezialist und lief schon mehrfach unter einer Stunde. Und Makau war bis zum Ende des New Yorker Rennens der Favorit, denn der Kenianer ist ausgesprochen spurtstark. Doch im Spurt erwies sich dieses Mal Tadesse Tola als der stärkere und gewann mit einer Sekunde Vorsprung. Dritter wurde der US-Amerikaner Dathan Ritzenhein in 61:38. „Dies war ein prima Test für mich vor dem olympischen Marathon in Peking“, sagte Ritzenhein.

Eine perfekte olympische Generalprobe war das Rennen in New York auch für Catherine Ndereba. Die Kenianerin kommt offenbar rechtzeitig vor dem Marathon in Peking in Form. Die Olympia-Zweite von Athen 2004 setzte sich in der Schlussphase des Laufes von Madai Perez ab und gewann mit sieben Sekunden Vorsprung. Die Mexikanerin wurde in 70:26 Zweite. Rang drei ging an Yuri Kano (Japan) mit 70:31 Minuten.