René Herms

Tod durch Herzmuskelentzündung

Eine durch Viren ausgelöste Herzmuskelentzündung war die Ursache für den Tod des Mittelstrecklers René Herms.

René Herms ist tot

Rene Herms (Mitte) starb an einer Herzmuskelentzündung.

Die Ermittlungen im Fall René Herms sind abgeschlossen. Der 800-Meter-Spezialist Herms starb an den Folgen einer durch Viren ausgelösten Herzmuskelentzündung. "Der Leichtathlet ist eines natürlichen Todes gestorben. Infolge dieser Entzündung ist es zu einem plötzlichen Herzversagen gekommen," lautete die Mitteilung der Staatsanwaltschaft Dresden.

Der 26-Jährige war am 10. Januar in seiner Wohnung in Lohmen bei Pirna tot aufgefunden worden. Die Beerdigung soll am Montag stattfinden. "Unsere Überzeugung, dass René Herms keine Doping-Mittel genommen hat, wurde damit bestätigt," sagte Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). "Sein Tod bleibt tragisch und erschütternd. Der Hinweis auf die Gefahren bei allen Erkältungskrankheiten ist fester Bestandteil der Arbeit aller unserer Trainer vom A- bis C-Kader," erklärte Prokop.

Der DLV will bei den deutschen Hallen-Meisterschaften am 21./22. Februar in Halle René Herms' gedenken. Zudem unterstützt der Verband eine vom Sächsischen Landessportbund (LSB) und dem Dresdner SC initiierten Spendenaktion zugunsten von Frau Herms. Sollte aufgrund der großen Anteilnahme Geld aus der Spendenaktion übrig bleiben, planen die Hinterbliebenen um Witwe Stefanie Herms, eventuell eine Herms-Stiftung einzurichten. "Über den Verlust hilft das enorme Echo auch nicht hinweg," hatte Stefanie Herms in einem Interview mit der Sächsischen Zeitung gesagt. "Er war ein herzensguter Mensch, der sich mit allen gut verstand. Er konnte niemanden wirklich böse sein und stand nicht gern im Mittelpunkt."

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