Ecco Indoor Trail 2014

Titelverteidigung für Trail-Queen Sonja Vogt und Trail-King Florian Reichert

Florian Reichert war zum Abschluss des Ecco Indoor Trail über neun Runden der unangefochtene Trail-King, auch Sonja Vogt verteidigte ihren Titel.

Ecco Indoor Trail Dortmund 2014 - Fotos vom dritten Tag
Ecco Indoor Trail 2014 - 9-Runden-Lauf

Mit 3.486 Starts wurde die Teilnehmerzahl des Ecco Indoor Trails im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gesteigert.

Bild: Harald Wisthaler

Nach drei actionreichen Trail-Tagen endete am Sonntag, 16.3.2014 die 3. Auflage des Ecco Indoor Trails in den Westfalenhallen Dortmund. In der Königsdisziplin, der Triple-Wertung über drei, sechs und neun Trailrunden triumphierten wie im Vorjahr Florian Reichert und Sonja Vogt. Unterm Strich glänzte das weltweit einzigartige Indoor-Laufevent mit neuen Rekordzahlen. Mit 3.486 Starts wurde die Bestmarke des Vorjahres um zehn Prozent gesteigert. „Eine absolut großartige Veranstaltung und eine Bereicherung für die ganze Region“, kommentierte Dortmunds Oberbürgermeister Ulli Sierau bei seinem Besuch das Drei-Tage-Laufevent über Stock und Stein.

Das Finale am Sonntagabend war dabei die Härteprüfung für die top-platzierten Trailläufer. Neun Runden mussten die Athleten auf dem neu modellierten und knapp 1,4 km langen Parcours absolvieren. Neun Runden, die es in sich hatten nach den Anstrengungen der Vortage. „Die Beine sind doch etwas müde“, meinte Spitzenreiter Florian Reichert vor dem Start etwas nachdenklich. In der Tat ließ es der 32-jährige Gymnasial-Lehrer aus Göttingen am Schlusstag auch etwas langsamer angehen. Zumindest am Anfang. Denn zunächst hatten Dirk Schwarzbach und Sven Serke die Initiative übernommen, ehe Reichert in Runde 5 das Tempo anzog, seine Konkurrenten zunächst leicht distanzierte und bis ins Ziel einen Vorsprung von 50 Sekunden auf den Zweitplatzierten Lösch herauslief. „Jetzt sind die Beine wirklich müde. Aber ich bin einfach nur glücklich über meinen dritten Sieg in Folge in Dortmund“, jubelte der alte und neue „Trail-King“ im Ziel. „Gegen Florian war kein Kraut gewachsen, der läuft in einer anderen Liga“, musste Sören Lösch, der zweimalige Deutsche Meister im Orientierungslauf eingestehen. Rang drei ging an den Kamener Sven Serke.

Bei den Frauen verteidigte Sonja Vogt von der LG Olympia Dortmund ihren Vorjahrestitel der „Trail-Queen“ trotz einer gerade erst überstandenen Verletzung vor Jasmin Gruchala (Wiesbaden) und Alexandra Raddatz (Hannover). Dieses Trio hatte sich über neun Runden lang einen erbitterten Kampf geliefert, wobei Sonja Vogt im letzten Renndrittel abreißen lassen musste. „Ich war völlig platt, die Treppen hinauf konnte ich nur noch gehen. Zwischenzeitlich habe ich gedacht, dass ich es nicht mehr schaffe“, sagte die sichtlich erschöpfte Iserlohnerin Sonja Vogt. Der Tageserfolg ging an die Wiesbadenerin Jasmin Gruchala, die zuvor sogar noch beim JEVER FUN Staffellauf mit ihrem Team zum Erfolg lief und sich bei einem Sturz im Startgedränge eine Schürfwunde am Knie zugezogen hatte. Trotzdem kämpfte sich Gruchala im Top-Lauf von Platz drei vor, bis sie auf den letzten Runden die Führungsposition errang und jubelnd ins Ziel lief.

Schon ab acht Uhr morgens hatten die Einzelstarter über neun Runden und die Triple-Starter sich über den Kurs gekämpft. Den meisten Spaß hatten Zuschauer und der Großteil der Läufer dabei in der verbesserten Schlammkurve. Mit einer Extra-Portion Wasser hatte das Streckenteam den weichen Boden vom Vortag in tiefen Schlamm verwandelt, in dem kein Trailschuh sauber blieb.

Den Triple-Sieg in der Klasse Master Women sicherte sich Claudia Hille vor Angela Moesch und Nicole Schaffland. In der Kategorie Master Men setzte sich Marco Kolmorgen vor Peter Kurtz und Abbi Westphal durch. Bei den Senior Master Men war am Sieg des Dortmunders Georg Kott nicht mehr zu rütteln. Dahinter kamen Peter Hecker und Thomas Vogel ins Ziel.

Neben dem ambitionierten Sport kam der Spaß natürlich nicht zu kurz in den Westfalenhallen Dortmund. Zu einer richtigen Gaudi entwickelte sich das ECCO Family Race. 70 Familien wagten sich auf die Strecke. Familienväter Hand in Hand mit ihren kleinen, gerade mal vier Jahre alten Töchtern und Söhnen, Mütter mit der Fotokamera dabei, Opa und Oma wartend im Ziel. Ein echtes Gemeinschaftserlebnis für Jung und Alt mit ganz hohem Spaßfaktor. Auch der JEVER FUN-Staffellauf war ein echter Publikumshit. Staffeln in Feuerwehranzügen mit Sauerstoffflasche auf dem Rücken oder Läufer im feinen Businessanzug mit weißem Hemd und Krawatte, als Pippi Langstrumpf verkleidet oder ein junger Barfußläufer machten sich einen echten Spaß aus dem Lauf.

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