Boston und Karlsruhe

Tirunesh Dibaba und Meseret Defar dominieren Hallen-Meetings

Tirunesh Dibaba gewann beim Hallen-Meeting in Boston das Zwei-Meilen-Rennen in 9:13,17 Minuten, Meseret Defar siegte in Karlsruhe über 3.000 Meter nach 8:35,28 Minuten.

Tirunesh Dibaba läuft in Boston im Alleingang zum Sieg.

Tirunesh Dibaba läuft in Boston im Alleingang zum Sieg.

Bild: photorun.net

Die äthiopischen Olympiasiegerinnen Tirunesh Dibaba und Meseret Defar sowie ihr Landsmann Hagos Gebrhiwet und der US-Amerikaner Bernard Lagat haben in der aktuellen Hallensaison ein erstes Maß gesetzt. Dibaba, die im vergangenen Sommer in London über 10.000 m olympisches Gold gewonnen hatte, gewann in Boston ein Zwei-Meilen-Rennen in 9:13,17 Minuten. Defar hatte zuvor beim Meeting in Karlsruhe das 3.000-m-Rennen souverän mit 8:35,28 Minuten gewonnen. Über die gleiche Distanz setzte sich Bernard Lagat (USA) beim bestbesetzten deutschen Hallen-Meeting der Saison mit 7:34,71 durch.

Im Alleingang gewann Tirunesh Dibaba beim Meeting in Boston das Zwei-Meilen-Rennen in 9:13,17 Minuten. Die 3000-m-Marke hatte die Äthiopierin nach 8:38,44 passiert. Zweite wurde die Kanadierin Sheila Reid in 9:37,97. „Ich wollte schneller laufen, aber die Tempomacherin war zu langsam“, erklärte Tirunesh Dibaba, die den Meeting-Rekord von Meseret Defar (9:10,50) brechen wollte. Doch im Hinblick auf ihr Marathon-Debüt in London im April zeigte Tirunesh Dibaba einmal mehr ihre viel versprechende Grundschnelligkeit.

Im 3000-m-Rennen der Männer setzte sich Hagos Gebrhiwet eindrucksvoll gegen den 10.000-m-Olympia-Zweiten Galen Rupp durch. Der 18-jährige Äthiopier lief 7:32,87 Minuten, während der US-Amerikaner nach starken 7:33,67 im Ziel war.

Die äthiopische Tempomacherin Gete Dima hatte währenddessen in Karlsruhe für Meseret Defar zwei Kilometer lang Führungsarbeit geleistet. Dann lief die 5000-m-Olympiasiegerin alleine an der Spitze und gewann ungefährdet. „Dies war mein erstes Rennen in diesem Jahr in der Halle. Obwohl ich eigentlich eine Zeit von 8:31 Minuten erreichen wollte, bin ich zufrieden. Es lief gut für mich, und das Tempo war ziemlich hoch“, erklärte Meseret Defar, die in Karlsruhe einen Meeting-Rekord aufstellte.

Einen glänzenden zweiten Platz erreichte Corinna Harrer (LG Telis Finanz Regensburg), die nach 8:51,04 Minuten ins Ziel kam. Damit schob sich die 21-Jährige in der ewigen deutschen Bestenliste über 3000 m in der Halle immerhin schon an die siebente Position. Harrer hatte gut 800 Meter vor dem Ziel die vor ihr laufende Layes Abdullayeva (Aserbaidschan) überholt, die schließlich Vierte wurde (8:57,17). Die deutsche Nachwuchshoffnung ließ dann auch Fionnuala Britton nicht vorbei. Die irische Cross-Europameisterin wurde Dritte mit 8:55,22 Minuten.

Im Männerrennen über die 3000-m-Distanz ließ Bernard Lagat dem hoch eingeschätzten Yenew Alamirew keine Chance. Der Amerikaner gewann mit 7:34,71 Minuten klar vor dem Äthiopier (7:38,57). Dritter wurde Hayle Ibrahimov (Aserbaidschan) mit 7:41,46. Ursprünglich wollte Arne Gabius (LG Stadtwerke Tübingen) in diesem Rennen den deutschen Rekord von Dieter Baumann brechen, der 1995 eine Zeit von 7:37,51 gelaufen war. Doch eine Verletzung verhinderte den Start von Gabius in Karlsruhe.

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