Towerrunning

Thomas Dold legte eine Spitzenzeit vor

Matthias Jahn vor dem Start.

Matthias Jahn musste sich Thomas Dold geschlagen geben.

Bild: Towerrunning e.U.

Es ist wie Training – nur schneller
Und in der Tat gelang keinem anderen mehr im Verlauf des Rennens eine bessere Zeit. Reihenweise verfehlten die Spitzenläufer aus den Nachbarländern mal knapp, mal deutlich die Zeiten von Dold und Jahn. Einzig der Italiener Fabio Ruga und Christian Riedl aus Erlangen kamen zumindest Matthias Jahn noch einmal gefährlich nahe, unterlagen aber um wenige Sekunden. Ruga sicherte sich den dritten Podium-Rang, eine Sekunde dahinter verfehlte Riedl den ersehnten Pokal. Überraschend schwach präsentierten sich die im Vorjahr glänzenden osteuropäischen Läufer. Tomas Celko (SVK), Tomasz Klisz (POL) und Pavel Holec (CZE) mussten sich mit großem Rückstand auf den Plätzen 5, 8 und 9 einreihen. Nicht ganz unschuldig an dieser Tatsache war sicher der zweite Lauf der tschechischen Run Up Serie in Zlin, der am Freitag Abend vor dem Frankfurter SkyRun über zwei anstrengende Turnierrunden ausgetragen wurde. Celko verfehlte dort den Sieg nur knapp gegen den Tschechen Lukas Olejnicek, sicherte sich als Zweiter aber wertvolle 68 Weltcup-Punkte. Auch Omar Bekkali, der in New York das Empire State Building noch als Zweiter hinter Dold erklomm, war in Frankfurt als Siebter chancenlos.

Nach einer Verletzung war er noch nicht wieder voll im Training, für die kommenden Wettkämpfe erhofft er sich wieder mehr. Auch die zahlreich angereisten Österreicher mußten sich mit einem Dreifacherfolg in der M40 begnügen. Während sich die meisten anderen Läufer nach dem Wettkampf erschöpft auf dem Boden wälzten, teilte Thomas Dold nach kurzer Erholungspause dem Kamerateam eines großen deutschen Privatsenders mit, das ganze sei „wie Training, nur eben schneller – und anstrengender“ gewesen und lies sich auf der Dachterrasse des Messeturms feiern.

Marie-Fee Breyer siegt überlegen
Eine andere deutsche Hoffnung hatte unterdessen 222 Meter tiefer den schweren Lauf noch vor sich. Die 13-jährige Freiburgerin Marie-Fee Breyer stand an der Startlinie und wartete auf das Kommando von Renndirektor Lederer. Als die Strecke frei gegeben wurde, spurtete sie mit gewohnt grazilem Stil und perfekter Renneinteilung durch das Treppenhaus. Nach 8 Minuten und 24 Sekunden erreichte sie das Ziel und siegte souverän im Damenfeld.

Fast zwei Minuten Vorsprung hatte sie am Ende auf Lokalmatadorin Kerstin Sewczyk, bereits mehr als zwei Minuten gegenüber der Drittplatzierten Christine Seemann. Während die Italiener mit Fabio Ruga bei den Herren angesichts des dritten Platzes Grund zum Feiern hatten, gab es bei den Damen eine Enttäuschung zu verdauen: Sara de Maria landete abgeschlagen auf dem siebten Rang. Für Marie-Fee Breyer bedeutete der zweite Saisonsieg im zweiten Rennen neben 750 € Preisgeld auch der Sprung auf den vierten Gesamtrang in der Weltcupwertung, Kerstin Sewczyk kletterte auf Rang 6.

Der gute Zweck im Fokus bei den Teams
Nach dem „Sprint“-Rennen, das als längstes europäisches Indoor-Rennen ohne Multi Climb Modus dieser Bezeichnung nicht unbedingt gerecht wird, standen die Firmen-Staffeln zum vertikalen Wettkampf bereit. Als im Fraport-Team zwei Athleten kurzfristig ausfielen, war hochklassiger Ersatz schnell gefunden: Marie-Fee Breyer und ihr Vater Ralf Breyer reihten sich zum zweiten Mal an diesem Rennsonntag an der Startlinie auf und nahmen die 1344 Stufen erneut in Angriff. Zwar war Marie-Fee bei diesem unverhofften Nachmittags-Start knapp langsamer als drei Stunden zuvor, die Zeit hätte aber dennoch locker gereicht um die Damenwertung des Sprintrennens erneut zu gewinnen. Nur sechs Herren waren beim Teamwettbewerb schneller als ihre 8:47 Minuten, unter ihnen auch Vater Ralf.

Trotz der beiden Top-Zeiten reichte es für das Fraport-Team allrdings nicht auf das Podium, da die drei Teamkollegen das Tempo der beiden Weltcup-erfahrenen Athleten nicht mitgehen konnten. Fast fünf Minuten fehlten in der Addition der Einzelzeiten auf die Sieger RiskRunners-Commerzbank, die zwar nicht durch die schnellsten Einzelzeiten glänzten, dafür aber über ein ausgewogen besetztes Team verfügten. Im Anschluss an die Firmen-Team schritten dann Europas schnellste Feuerwehrmänner und –frauen zum sportlichen Einsatz in das Treppenhaus, in der Elite-Kategorie sogar mit aufgesetztem Atemschutzgerät. Die Berufsfeuerwehr Frankfurt erwies sich dabei als schnellste Löschtruppe und verwies die nationale und internationale Konkurrenz auf die Plätze. Sollte es also im Frankfurter Bankenviertel zu einem Hochhausbrand kommen, kann mit schneller Hilfe gerechnet werden.

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