Treppenlauf

Thomas Dold ist mit sechstem Triumpf Rekordsieger

Favorit und Vorjahressieger Thomas Dold deklassiert die Konkurrenz. Auch Platz drei geht nach Deutschland.

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Schlüsselstelle ganz am Anfang: Wer gewinnen will, muss beim Start ganz vorne sein.

Bild: Norbert Lechner

Dass am Start der Schlüssel zum Erfolg liegt, wusste natürlich auch Thomas Dold. Er hatte als Titelverteidiger verdientermaßen den günstigsten Startplatz in der Mitte der ersten Reihe – und den hat er optimal ausgenutzt. Ein Blitzstart mit weit ausgebreiteten Armen - und wieder einmal war er der Erste im Treppenhaus. Damit war das Rennen fast schon gelaufen. Unbedrängt flog Dold die Treppen und die eingebauten Flachpassagen hinauf. Er überholte im Schlussabschnitt mühelos viele der traditionellerweise fünf Minuten früher gestarteten Damen und erreichte schließlich erschöpft, aber glücklich das im Freien gelegene Ziel. Die Zeit: 10:10 Minuten. Geschafft! Der Sechste Sieg in Folge und damit alleiniger Rekordhalter! Wie überlegen der Deutsche an diesem Tag gelaufen war, zeigt die Tatsache, dass es deutlich mehr als eine Minute dauerte, bis mit dem Belgier Omar Bekkali der Zweitplatzierte oben angekommen war. Knapp dahinter schon der nächste Deutsche Christian Riedl - gefolgt vom vorerst besten Amerikaner Jesse Berg.

Um das Chaos nach dem Start etwas zu entkrampfen, starteten die Herren des Einladungsrennens nämlich in zwei Teilen. Der Schnellste der zweiten Welle, die fünf Minuten später gestartet wurde, war der Rohkostpionier Tim van Orden, der mit seiner Zeit Gesamtvierter und bester Amerikaner wurde. Aus dieser zweiten Welle schafften es noch zwei Athleten in die TopTen. Nur zwei Tage nach einem dritten Platz in Chicago beim Lauf auf das AON Center (Sieger dort Jesse Berg) war der Österreicher Rolf Majcen dabei, ebenso wie der Däne Jacob Korsholm.

Warum einige der schnellen Läufer nicht im ersten Heat starten durften, bleibt ein Geheimnis der Organisation. Das mindert in den Augen vieler Athleten ebenso wie das Festhalten am, aufgrund der räumlichen Verhältnisse nicht gerade optimalen, Massenstart den sportlichen Wert dieser aufregenden Veranstaltung. Natürlich sind die heutzutage bei Events gefragten Showeffekte so leichter erreichbar als bei einem Einzelstartrennen. Es gibt aber viele Stimmen - vor allem aus dem Lager der unmittelbar Betroffenen -, die eine durchaus machbare Adaptierung des Startprozedere für mehr sportliche Fairness durchaus begrüßen würden.

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