4 Trails 2014

Theodorakakos gewinnt das Finale

Vierter Sieg im vierten Rennen: Auf der letzten Etappe der 4 Trails am 12. Juli 2014 unterstrich der Grieche Dimitris Theodorakakos seine Ausnahmestellung. Mit Video.

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Salomon 4 Trails 2014

Dimitris Theodorakakos war bei den SALOMON 4 TRAILS nicht zu stoppen. Er gewann alle vier Etappen.

Bild: Thomas Schermer

Spannendes Finale

Was für ein Rennen! Am 12. Juli 2014 fand das große Finale der 4 Trails mit der Königsetappe über 45,4 km und 2.844 Höhenmeter statt. Drei Etappen steckten den Teilnehmern bereits in den Knochen. Über die ersten beiden berichtete RUNNER'S WORLD ausführlich. Für die Teilnehmer der 4 Trails galt es in vier Tagen insgesamt 160 km mit 9.805 Höhenmetern zu bewältigen.

Dimitris Theodorakakos machten diese beeindruckenden Bedingungen am wenigsten aus: Der 35-Jährige aus dem Team Salomon gewann die äußerst schwierige Schlussetappe von Landeck hinauf in den fast 2.000 m hoch gelegenen Skiort Samnaun in der Schweiz und holt sich damit wie erwartet auch den Gesamtsieg. Auf der Königsetappe am vierten Tag kam er nach nur 4:57:06 Stunden ins Ziel. Somit schaffte er die 4 Trails mit einer Gesamtzeit von 15:32:44 h. „Ich wäre vielleicht noch eine bessere Zeit gelaufen, aber ich habe den Lauf auf dem Kamm zur Ochsenscharte genossen.“, so der Trailspezialist nach dem Lauf. Theodorakakos blieb bei seinem Erfolg auf der letzten Etappe als einziger Athlet unter der 5-Stunden-Marke und war trotz schwieriger Bedingungen noch schneller unterwegs als Vorjahressieger Stephan Hugenschmidt.

Iker Karrera wird Zweiter bei den 4 Trails

Den zweiten Platz in der Gesamtwertung sicherte sich der Spanier Iker Karrera. „Heute bin ich mit meiner Leistung zufrieden, das war ein gutes Training für den UTMB.“ Auf der letzten Etappe kam er 10:17 Minuten nach Theodorakakos ins Ziel (5:07:23). Mit einer Gesamtzeit von 15:52:46 h über die 160 km kann der Spanier ebenfalls durchaus zufrieden sein.



Die drei schnellsten Männer bei den SALOMON 4 TRAILS (v.l.): Iker Karrera (Spanien), Dimitris Theodorakakos (Griechenland) und Mirco Berner (Deutschland).

Bild: Klaus Fengler

Mirco Berner überraschend auf dem dritten Platz

Rang drei ging überraschend an den erst 20-jährigen Kemptener Mirco Berner. Der junge Kemptener, ein absoluter Trailrun-Anfänger, war die eigentliche Überraschung des Rennens. „Ich habe selbst maximal mit Platz 5 gerechnet. Jetzt bin ich Dritter“, jubelte der Allgäuer. Sowohl Theodorakakos als auch Karrera zeigten sich angetan von Berner. „Ein großes Talent. Besonders in den Downhills ist Mirco technisch sehr, sehr gut und extrem schnell. Das ist enorm wichtig im Traillauf. Und er erholt sich sehr schnell“, lobte der 15 Jahre ältere Grieche seinen jungen Konkurrenten. Der sich nach etwa 10 km sogar noch verlief und so gut 5 Minuten Zeit verlor. Danach habe er Iker nicht mehr gesehen und sich gesagt: jetzt genieße ich den Lauf und die Landschaft. Die letzten 8 km seien für ihn das Schönste von allen vier Tagen gewesen, so Berner, der erst vor zwei Monaten sein Abitur gemacht hat und bis dato noch nie 45 km am Stück gelaufen ist.

Salomon 4 Trails 2014

Bild: Klaus Fengler

Tina Fischl (Deutschland), Nuria Picas (Spanien) und Zhanna Vokueva (Russland) belegen die ersten drei Plätze bei den 4 Trails.

4 Trails: Spannung bei den Frauen

Bei den Frauen wurde es im Finale noch einmal richtig spannend. Die bis dahin dominierende Spanierin Nuria Picas zeigte eine überraschende Schwäche. „Ich habe noch immer unter den Folgen der vorangegangenen Kälte-Etappe nach Landeck gelitten. Ab Kilometer 35 ging bei mir nicht mehr viel“, gestand die 37-jährige aus Berga bei Barcelona. Dahinter entwickelte sich ein Fernduell zwischen Tina Fischl und der aufkommenden Russin Zhanna Vokueva. „Ich musste mit Nuria mitgehen, weil ich wusste, dass Zhanna Vokueva immer stärker wurde“, erklärte die Niederbayerin Fischl vollkommen erschöpft und glücklich im Ziel. Und während die Gesamtsiegerin Picas (Gesamtzeit: 18:31:12) ihr hohes Anfangstempo nicht mehr halten konnte, zeigte Tina Fischl (Gesamtzeit: 18:49:26) eine echte Energieleistung und kam mit einem Vorsprung von 3:19 Minuten auf Nuria Picas in Samnaun ins Ziel. Zhanna Vokueva wurde mit einer Gesamtzeit von 19:53:27 Stunden Dritte bei den SALOMON 4 TRAILS.